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Zwei-Seen-Lauf in Afritz

Toller Traillauf
Eigentlich war im Urlaub nur der Wörthersee-Halbmarathon geplant. Aber dann standen noch der Zwei-Seen-Lauf und der Klopeinerseelauf zur Diskussion. Der Lauf um die beiden Seen, den Afritzer und den Feldsee, sagte mir mehr zu. Bergauf und bergab fand ich interessanter. So entschieden wir, an allen drei Läufen teilzunehmen.
Heute starteten wir in Afritz am See bei kühlem sonnigen Wetter. Das Teilnehmerfeld für die 12 km war überschaubar.
Nach knapp 400 m kam bereits die erste Steigung. Das Feld splittete sich gleich auf in Bergläufer und Berggeher. Nach bereits kurzer Zeit war man auf dem Trail allein. Ab und zu, wenn es bergauf ging, erspähte ich von weitem noch den Läufer vor mir.
Die Abwechslung war toll, die Strecke anspruchsvoll. Waldwege mit vielen Wurzeln, Schotterwegen, dann wieder nasse Wiesen, Übersteige, kleine Bäche … alles war dabei. Die Steigungen konnte ich gut meistern. Bergab erholte ich mich wieder, da es mir zum schnell abwärts Laufen zu rutschig war. Ich genoss den Lauf, so dass ich mich zwischendurch beim Träumen erwischte.
Bei Kilometer 10 kam meiner Meinung nach die letzte Steigung und ich zog an, aber einen dreiviertel Kilometer ging es dann doch noch mal kurz bergauf. Zügig lief ich danach bis zum Ziel durch und finishte nach 1:10:11. Allerdings waren es laut meiner Garmin nur 11,43 km.
Diese Zeit sicherte mir den 2. Platz bei den Frauen.
Der schnellste Läufer meisterte die Strecke heute in 47 min. Tolle Zeit für einen Traillauf. Die schnellste Frau erreichte nach einer Stunde das Ziel.
Ich bin froh, dass wir uns kurzfristig noch für die Teilnahme entschieden hatten. Abwechslungsreiche, anspruchsvolle Strecke und gute Organisation machten den Lauf zu einem Erlebnis. Gerne nehme ich hier wieder teil.

Profil Zwei-Seen-Lauf um den Afritzer und den Feldsee

Lauftstrecke mit Start und Ziel in Afritz am See um den Afritzer See und den Feldsee

Grimms Märchen in 5 Etappen – Brüder-Grimm-Lauf von Hanau nach Steinau

Flacher Einstieg mit der Rotkäppchen-Etappe
10.06.2016, Start 17:30 Uhr – Grimm die Erste
nach meiner Garmin: 15,45 km / 64 hm / 23°C
2016-06-10_Grimm_E1_vorher
Noch fit, aber schon aufgeregt:
2016-06-10_Grimm_E1_vorher1
1. Etappe von Hanau nach Rodenbach:
2016-06-10_Grimm_E1_Strecke
Auf den Grimm-Lauf freute ich mich schon lange. Einen bestimmten Plan hatte ich nicht, einfach laufen wie es kommt. Es sollte Spaß machen.
Die erste Herausforderung war das Packen der Laufsachen – 5 Etappen, 5 x komplette Laufkleidung – Wetter noch ungewiss.
Freitag Abend ging es dann mit Sonnenschein los. Start war auf dem Marktplatz in Hanau, am Denkmal der Gebrüder Grimm.
Zwar war es recht warm, aber zum Glück immer noch 10°C unter der Vorjahrestemperatur.
Die erste Etappe ist erst einmal zum Eingewöhnen ohne Steigungen. Meine Beine waren in Form und flitzten schneller als erwartet. Es machte einfach Spaß. Läufer, Zuschauer und Helfer waren gut drauf. Ca. 3 km vor dem Ziel holte ich Beate ein und zog sie mit. So waren wir zeitgleich an der Ziellinie mit 1:15:07 und belegten die Plätze 1 und 2 unserer Ak, Plätze 16 und 17 in der Gesamtwertung W. Rüdiger kam ebenfalls strahlend ins Ziel.
1. Teil geschafft:
2016-06-10_Grimm_E1_geschafft
Rüdiger quartierte sich zur Übernachtung in der Sporthalle ein, wir genossen wieder den Luxus, bei meiner Lauffreundin übernachten zu können.

Dornröschen-Etappe
11.06.2016, Start 9:30 Uhr – Grimm die Zweite
Meine Garmin sagt: 13,78 km / 186 hm / 18°C
von Rodenbach nach Hasselroth
2016-06-11_Grimm_E2_Strecke
Start war am Zielort des Vortages. Heute kamen die ersten Höhenmeter. Es war etwas kühler als am Vortag, super zum Laufen. Zunächst führte die Strecke durch das Dorf. Eine Straße war mit den Flaggen aller Bundesländer geschmückt.
Einige Zuschauer waren wohl gerade erst aufgestanden und standen mit ihren Kaffeetassen am Zaun. Alle waren aber bereits munter genug, um uns ordentlich anzufeuern. Anfangs spürte ich noch den schnellen Lauf vom Vortag in den Beinen.
Da es zunächst flach und dann im Wechsel leichte Steigungen und mal wieder Gefälle gab, war es abwechslungsreich und die Kilometer flogen vorbei. Etwas steiler wurde es dann nach 5,5 km und noch einmal nach 7,7 km. Aber bereits bei km 8,2 ging es fast nur noch abwärts bis ins Ziel. So konnte ich noch einmal richtig Gas geben. Aber ganz so schnell, wie einige den Berg runterflitzten, schaffte ich es nicht. Meine 1:08:48 reichten dennoch für den 1. Ak-Platz auf dieser Etappe und in der Gesamtwertung.

In der Laufpause zwischen 2. und 3. Etappe wurden wir von den fleißigen Helfern versorgt mit Nudelsuppe, belegten Brötchen, Kuchen, Kaffee …
Das Wetter hielt den größten Teil der Pause durch, so dass wir auf der Wiese relaxen konnten.

Das Gepäck der Läufer wurde mit Transportern von Ort zu Ort gefahren, so dass man sich darum nicht kümmern musste. Alles war toll organisiert, besten Dank an alle.
Da Gerhard leider verletzungsbedingt nicht mitlaufen konnte, hatten wir unseren privaten Shuttleservice und Fotografen.

Pause zwischen 2. und 3. Etappe. Keine große Wäsche, sondern nassgeschwitze Läuferkleidung zum Trocknen:
2016-06-11_Grimm_E2_Pause

Schneewittchen-Etappe
11.06.2016, Start 16:30 Uhr – Grimm die Dritte
Laut Garmin: 16,31 km / 125 hmm / 21°C und leichter Regen
von Hasselroth nach Gelnhausen
2016-06-10_Grimm_E3_Strecke
Vor der 3. Etappe begann es dann doch zu regnen. Alle verkrochen sich in ihre Autos und in die Sporthalle. Aber zum Start mussten wir dann doch wieder raus … Bei 21°C war der nur noch leichte Nieselregen dann aber recht angenehm zum Laufen. Nur die Wege waren nun aufgeweicht. Matsch und Pfützen forderten volle Konzentration.
Das Tempo hatte sich bei den meisten eingepegelt, man sah immer wieder dieselben Gesichter um sich herum. Irgendwie machte es das leichter. Die ersten 6,5 km waren recht flach, die ich zügig lief. Dann ging es für 2 km aufwärts, aber gut zu laufen. Bei ca. km 8,5 war der höchste Punkt erreicht und es ging wieder zügig abwärts. Und wieder holten die geübten Bergabläuferinnen auf …ich konnte da nicht mithalten.
Nach 1:21:41 erreichte ich das Ziel, damit 4. Platz in der Ak, noch vorn in der Ak-Gesamtwertung. Aber die Abstände zwischen den ersten W50ern sind so eng, dass noch alles offen ist.
Im Gegensatz zum Vorjahr hatte ich bei den Steigungen bisher keine Gehpausen einlegen müssen.
2016-06-11_Grimm_E3_Ziel

20:00 Uhr Läuferparty
Die letzte „Etappe“ des heutigen Tages war die Nudelparty. Ein reichlich ausgestattetes Buffet wartete auf uns.

Frau Holle-Etappe
12.06.2016, Start 9:00 Uhr – Grimm die Vierte
Nach meiner Garmin: 16,96 km / 349 hm / 16°C
von Gelnhausen nach Wächtersbach
2016-06-12_Grimm_E4_Start
2016-06-10_Grimm_E4_Strecke
2016-06-10_Grimm_E4_Profil
In der Nacht hatte es angefangen zu regnen und irgendwie sah es nicht verlockend aus. Aber kurz vor dem Start verzogen sich die Regenwolken und wir konnten bei angenehmer Temperatur starten.
Schon die vorletzte Etappe, aber dafür schwierig. Gleich anfangs geht es bergauf, bergauf und weiter bergauf … zum Glück kommen dazwischen immer wieder kurze flache Abschnitte, die für ein bisschen Erholung sorgen. Die groben Schotterwege sind schwierig zu laufen, auch Matsch und Pfützen machen es nicht leichter. Trotzdem laufe ich alles durch, keine Gehpausen. Das Rennsteigtraining macht sich bemerkbar.
In dieser Etappe nehme ich aber das Tempo raus, schließlich geht es nachmittag noch weiter mit der längsten Strecke.
Nach dem Erreichen des höchsten Punktes bei den „Vier Fichten“ geht es mit leichtem bis recht starkem Gefälle abwärts bis zum Ziel. Hier verliere ich wieder Zeit, Abwärtslaufen ist nicht meine Stärke.
Ins Ziel komme ich mit schlammbespritzten Beinen und nassen Schuhen nach 1:34:15 als 5. meiner Ak und freue mich mit den anderen, dass wir schon 4 Etappen gemeistert haben. In der Gesamtwertung bin ich nun auf Platz 3 gerutscht.

In der Etappenpause werden wir wieder gut versorgt. Danach ist aber die Luft raus. Wir sind müde und kaputt. Wegen Regen flüchten die meisten in die Halle und machen es sich dort so gemütlich wie möglich:
2016-06-12_Grimm_E5_Pause

Hänsel-und-Gretel-Etappe
12.06.2016, Start 15:30 Uhr – Grimm die Fünfte
Laut Garmin: 17,58 km / 192 hm / 20°C
von Bad Orb nach Steinau
2016-06-12_Grimm_E5_Start
2016-06-12_Grimm_E5_Start1
2016-06-10_Grimm_E5_Strecke
2016-06-10_Grimm_E5_Profil
Auf zum Endspurt. Strategie für die letzte Etappe: alles geben. Nur merke ich bald, dass das gar nicht mehr so einfach geht. Peter will mich ziehen solange es geht, da alle Konkurrentinnen ihren persönlichen Hasen mithaben (Ehemann bzw. Sohn), der das Tempo vorgibt, sie mit Getränken versorgt und die Konkurrenz beobachtet.
Der erste km ist noch flach, danach geht es auf 1,6 km Länge von 170 hm auf 318 hm. Ich mache zum ersten mal kurze – wenn auch zügige – Gehpausen. Es ist hart. Ich schaffe es auch nicht lange, an Peter dranzubleiben. Aber der Abwärtslauf danach ist nicht weniger schlimm. Es geht zunächst recht steil bergab.
Ab km 5 ist der Streckenverlauf dann fast eben bis nach Steinau ins Ziel. Wir müssen durch das „Tal des Todes“. Das zieht sich. Die Beine werden immer schwerer. Trotzdem kämpfe ich und versuche schneller zu laufen. Aber ich schaffe nur noch zwischen 5:07 und 5:39. Auf dem letzten Kilometer kämpft sich noch eine Frau an mich heran. Ich beschließe, mich nun nicht mehr überholen zu lassen und erhöhe doch noch einmal das Tempo und halte bis ins Ziel durch.
Der Zieleinlauf ist toll. Zwar geht es bergauf, aber der Weg ist dicht gesäumt von Zuschauern, von denen man ins Ziel gejubelt wird. Ich höre meinen Namen vom Moderator und laufe vollkommen ausgepowert ins Ziel. Zeit 1:35:56, 7. Platz in der Ak und 5. Platz in der Gesamtwertung. Ich brauche erst einmal einige Zeit, um mich zu sammeln. So ein Lauf ist nicht nur physisch, sondern auch psychisch anstrengend. Es ist schließlich Schwerstarbeit für den Kopf, den Beinen immer wieder zu sagen, dass sie noch weiter können, auch wenn es sich nicht so anfühlt.
2016-06-12_Grimm_E5_Ziel
2016-06-12_Grimm_E5_nachher

Gesamt: 80,07 km / 915 hm / 6:55:47 h
24. Platz in der Gesamtwertung von 126 Frauen (im Vorjahr 40.)
5. Platz W50 (mit 31 Frauen der am stärksten besetzten Ak) (im Vorjahr 6.)

Finisher nach
1. Etappe: 463
2. Etappe: 446
3. Etappe: 436
4. Etappe: 413
5. Etappe: 410

Mit dabei beim 44. GutsMuths-Rennsteiglauf am 21. Mai 2016

Marathon mit Rennsteiglied und Schneewalzer
Nach anstrengender Vorbereitung und großem Respekt vor dem Rennsteiglauf ging es bereits am Vortag nach Thüringen. Wir hatten uns für den „normalen“ Marathon entschieden mit Start in Neuhaus am Rennweg und Ziel Schmiedefeld. Daher holten wir zunächst unsere Unterlagen am Startort, aßen Thüringer Klöße mit Roulade statt Pasta und genossen die tolle Stimmung. Beim Tanz stimmten wir unsere Muskeln schon mal auf den bevorstehenden Lauf ein.
Danach fuhren wir nach Schmiedefeld, um das Auto für den nächsten Tag abzustellen. Hm, man hätte den Parkplatz vorreservieren können, es war bereits alles voll mit Autos, Wohnmobilen, dazwischen Zelte und Grills. Aber wir durften uns dann doch noch ein Plätzchen am Rande suchen.
Am nächsten Morgen mussten wir gegen 5 Uhr aus dem Bett, um dann den Shuttle nach Neuhaus zu erreichen. Die Fahrt zu den verschiedenen Startorten war super organisiert, Shuttlebusse sammelten überall Läufer ein. In Schmiedefeld war dann gleich wieder ordentlich Stimmung, sogar der Grill für die Thüringer Bratwurst wurde schon angeheizt.
Dann ging es zum Startbereich. Vorsichtshalber reihten wir uns weit hinten ein. Ein Hubschrauber kreiste über uns und filmte die großartige Atmosphäre beim Singen des Rennsteigliedes und Schunkeln zum Schneewalzer. Wir freuten uns auf den Startschuss. Stimmung und bestes Rennsteigwetter sorgten dafür, dass wir entspannter losliefen als gedacht. In gemütlichem Tempo trabten wir gemeinsam mit 3.091 Marathonis (690 Frauen und 2.401 Männer) los. Und dann ging es gleich erst mal bergauf. Geübt auf Strecken zum Weißen Stein und auf dem Philosophenweg in Heidelberg ließen wir uns dadurch aber nicht abschrecken.
Nachdem wir zunächst auf Asphalt unterwegs waren, war bald gemütlich vorbei. Der Untergrund wechselte danach ständig, mal stolperte man über Wurzeln, dann wieder über Steine auf den Schotterwegen. An Abwechslung fehlte es da jedenfalls nicht. Freudige Überraschung gab es für mich bei der ersten Getränkestation: es gab hier schon Cola. Die Verpflegung auf der Strecke war ganz anders als gewohnt, nix mit Gels, sondern Obst, Schnittchen mit Käse und Wurst, Haferschleim … ich fühlte mich bestens versorgt, da ich mit den Gels nicht klarkomme. Mein Magen war jedenfalls mit Cola, Haferschleim, Zitronenscheiben und Brot zufrieden.
Die teilweise engen Wege mit vielen Stolperfallen sorgten dafür, dass immer mal wieder jemand stürzte. Bei Kilometer 9,5 war ich dann auch dran. Zum Glück gab es nur ein paar Schrammen und gleich auch hilfreiche Läufer. Okay, damit war aber der Sturz schon mal abgehakt 😉
Nach 18,3 km erreichten wir den Eselsberg bei Masserberg, mit 841,5 m den höchsten Punkt der Marathonstrecke. Wir nahmen uns Zeit, die Atmosphäre hier zu genießen, schlürften Haferschleim, schwatzten mit Zuschauern … der Lauf machte einfach Spaß. Nach der Halbmarathonmarke gab es den ersten Stau. Der enge steile Weg bergab war mit Wurzeln und Steinen gepflastert, so dass einige nur sehr vorsichtig abwärts gingen. Der anspruchsvolle, ständig wechselnde Untergrund der Strecke war eine größere Herausforderung als die Steigungen. Diese hatte ich bisher alle laufend bewältigt und hatte vor, das bis zum Ende auch beizubehalten. Den Erzählungen nach sollte jedoch noch eine „schlimme“ Steigung kommen. Und das irgendwann nach 30 Kilometern, wo der Marathon eigentlich erst losgeht.
Kurz vor km 32 musste ich mein Vorhaben aufgeben, alles bergauf zu laufen und schnaufte gehend mit allen anderen den steinigen Weg bergauf. Durch den ständigen Wechsel von bergauf-bergab konnten sich die müden Muskeln immer wieder erholen, während dann andere gefordert wurden. Die Trails waren auch für Füße und Knie eine extra Herausforderung.
Nachdem auch diese Steigung bewältigt war, gab es einen kurzen Uhrenvergleich … bisher waren wir nicht nach Zeit gelaufen, aber jetzt war das Ziel langsam absehbar. Viereinhalb Stunden wären schon cool. Ich überschlug kurz Strecke und verbliebene Zeit und entschied, ab jetzt etwas mehr Gas zu geben. Vorsichtig legte ich los. Kein Muskel streikte, meinem Magen ging es auch gut, der Haferschleim hat wohl gut gewirkt 😉 Von nun an lief ich durchgängig auch alle Steigungen. Ich freute mich, dass die Kilometer vorbeiflogen, konnte aber auch noch die Stimmung der Zuschauer in mich aufnehmen. Kein abwesendes Schleppen auf den letzten Kilometern wie sonst. Ich war jetzt schon glücklich, obwohl noch gar nicht im Ziel. Und das konnte man nur bergauf erreichen. Das war schon hart, im letzten Kilometer noch mal eine Steigung zu bewältigen … und zu guter Letzt noch eine dreiviertel Runde um den Sportplatz. Geschafft, geschafft … mit hochgerissenen Armen rannte ich durch den Zielbogen. Ich war unheimlich glücklich, den Rennsteiglauf in der Tasche zu haben, und mir ging es danach auch noch so richtig gut.
Alle, die mir zuvor immer wieder vom Rennsteig erzählt hatten, hatten nicht übertrieben. Der Rennsteig hat uns überzeugt, toller Lauf, super Atmosphäre, einmalige Verpflegung, perfekte Organisation, … die Stimmung war einfach phantastisch … vorher, mittendrin und danach.
Danke an alle Organisatoren und Helfer, die dafür gesorgt haben, dass dieser Marathon ein unvergessliches Erlebnis für mich werden konnte.

Gesamtzeit: 4:30:29
Gesamtplatz Frauen: 176
AK-Platz: 41

Erstausstattung zum Rennsteiglauf:
2016-05-21_Erstausstattung_Rennsteiglauf
Es geht los:
2016-05-20_Start_Rennsteiglauf
Höchster Punkt bei 18.3 km erreicht:
2016-05-20_18,3km_Rennsteiglauf
Gepäckaufbewahrung:
2016-05-20_Gepäck_Rennsteiglauf
Im Ziel:
2016-05-21_Ziel_Rennsteig_klein
Zieleinlauf unseres Supermarathonis:
2016-05-21_ZielHarald_Rennsteiglauf
Stimmung nach dem Lauf am Abend:
2016-05-20_Stimmung_Rennsteiglauf

Zum Üben für nächstes Jahr:
Das Rennsteiglied
Ich wandre ja so gerne am Rennsteig durch das Land,
den Beutel auf dem Rücken, die Klampfe in der Hand.
Ich bin ein lustger Wandersmann, so völlig unbeschwert,
mein Lied erklingt durch Busch und Tann, das jeder gerne hört.

Diesen Weg auf den Höhen bin ich oft gegangen
Vöglein sangen Lieder.
Bin ich weit in der Welt, habe ich verlangen,
Thüringer Wald nur nach Dir.

Durch Buchen, Fichten, Tannen so schreit ich in den Tag,
begegne vielen Freunden, sie sind von meinem Schlag.
Ich jodle lustig in das Tal, das Echo bringt’s zurück.
Den Rennsteig gibt’s ja nur einmal und nur ein Wanderglück.

Diesen Weg auf den Höhen bin ich oft gegangen
Vöglein sangen Lieder.
Bin ich weit in der Welt, habe ich verlangen,
Thüringer Wald nur nach Dir.

An silber klaren Bächen sich manches Mühlrad dreht,
da rast ich wenn die Sonne so glutrot untergeht.
Ich bleib, so lang es mir gefällt und ruf es allen zu:
Am schönsten Plätzchen dieser Welt, da find ich meine Ruh.

Diesen Weg auf den Höhen bin ich oft gegangen
Vöglein sangen Lieder.
Bin ich weit in der Welt, habe ich verlangen,
Thüringer Wald nur nach Dir.

Musik: Herbert Roth, Text: Karl Müller
Das Rennsteiglied 1981

2016-05-21_Rennsteiglied

Der Rennsteig rückt näher

Vorletzer Langer Trainingslauf
In 3 Wochen sind wir bereits auf dem Rennsteig unterwegs. Ich hoffe, wir sind gut vorbereitet.
Heute gab es noch einmal 26 km mit 850 hm. Mehr schafften wir einfach nicht. Der Halbmarathon von letzter Woche steckte noch in den Beinen. Aber bei perfektem Laufwetter durch den Wald war es ein wunderschöner Lauf: Große Runde mit Start in Dossenheim Nähe Schauenburg – Schriesheim – Weites Tal – Eichelberg – Wilhemlsfeld – Teltschikturm – Weißer Stein – Dossenheim. Am Teltschikturm gab es zusätzlich einen Treppenlauf für uns: 192 Stufen aufwärts. Von 529,5 hm ging es bis zur Aussichtsplattform noch einmal 36 m höher. Von oben konnten wir dann das nächste Ziel – Weißer Stein – sehen.
Unterwegs entdeckten wir wieder neue Wege, lange Läufe sind immer spannend 🙂

SAS Halbmarathon Heidelberg am 24.04.2016

2016-04-24_Strecke2016-04-24_Höhenprofil
… so sah der heutige Lauf aus. Es war ein wunderschöner Halbmarathon – klasse Strecke, alles sehr gut organisiert und begeistertes Publikum.
Ich hatte mir vorgenommen, zügig, aber nicht volles Tempo zu laufen. Und das hat funktioniert. Von Anfang bis Ende habe ich mich gut gefühlt, auf die Steigungen habe ich mich sogar gefreut, die liegen mir mehr als das Bergablaufen.
Mit der Endzeit 1:52:55 (Ø Pace 5:13) bin ich sehr zufrieden, vor allem, weil ich keinerlei Probleme wie sonst hatte. Es war nur einfach toll 🙂

Mein längster Trainingslauf

Einmal Weißer Stein und zurück
Da müssen wir hin:
2016-04-17_Blick Weißer Stein
35 km in 3:42:20 mit 548 m positivem Höhenunterschied … der Lauf von Seckenheim zum Weißen Stein war sehr schön, bergauf fühlte ich mich super … bergab mag ich aber gar nicht. Die letzten 10 km waren sehr anstrengend und die Regeneration dauerte eine Weile. Am Dienstag war dann nur gemütliches Training möglich, an Tempo war nicht zu denken. Allerdings ging dem langen Lauf auch ein langer Tanzabend voraus, ich darf also durchaus k.o. sein 😉
Nun bin ich auf den HM am Sonntag in Heidelberg gespannt, die Strecke ist sehr schön, aber das Wetter will nicht mitspielen …
2016-04-17_35km-Lauf
2016-04-17_35km-Lauf_Profil

Die Motivation kommt zurück

… Nach dem Marathon in Kandel war meine Lauflust etwas abgeschwächt, ich merkte bei jedem Training noch den anstregenden Lauf in den Beinen. Aber seit dieser Woche scheint es wieder aufwärts zu gehen und sofort ist die Motivation wieder groß 🙂 Die Intervalle diese Woche (6 x 1000 m) und Pyramide (2 x 1-2-4-2-1 min) liefen ohne Probleme.
Heute ging es wieder bergauf und bergab, für den HM in Heidelberg und den Rennsteig ist ja noch einiges zu tun. Unterwegs hatten wir einen Abzweig verpasst, so dass es am Ende 26,81 km mit 868 hm auf der Garmin waren.
2016-04-09_Lauf_Schriesheim2016-04-09_Lauf_Schriesheim_
Und das hier nach 26 km:
2016-04-09_Lauf_Schriesheim_Treppe
Ob ich dann morgen den Löwenlauf noch schaffe …

Was macht der Lauftreff an einem verregneten Sonntag?

Heidelberg Neckar – Philosophenweg – Thingstätte – Weißer Stein und zurück
2015-06-21_Heidelberg-Weißer Stein

Die Runde ist eine meiner Lieblingsstrecken, deshalb ist sie auch unter
Die besten Laufstrecken
zu finden (bei „schwer“).
Die Laufstrecke kann man beliebig abwandeln, verlängern oder verkürzen. An jeder Kreuzung gibt es mehrere Möglichkeiten.
Gelaufen wird vorrangig im Wald. Wer zeitig unterwegs ist, hat die Wege für sich allein.

2015-06-21_Heidelberg-Weißer Stein_Höhenprofil
2015-06-21_Weißer Stein
Aufgrund unserer guten Laune auf dem Foto kann man gar nicht sehen, wie kalt es eigentlich war und dass wir vom Regen total durchnässt waren. Auf dem Weg zurück nahm der Regen erst mal noch zu und ich hätte dringend Handschuhe gebraucht. Ansonsten war es ein angenehmer Lauf, keinerlei Probleme. Vielleicht war das noch ein besonderer Trainingseffekt vom Brüder Grimm Lauf 🙂

Auch am 19. April 2015 zum Weißen Stein unterwegs. Die Strecke gibts auch mit Schnee: Januar 2014.

12. Lecher Höhenhalbmarathon und Fitnesslauf

Regenlauf mit Schlammschlacht
Die ganze Woche waren wir im Regen, bei Wind, bei Kälte, im Schlamm unterwegs. Daher hätte es wohl nichts gebracht, wenn beim heutigen Lauf der Regen ausgeblieben wäre. Für Sonne hatten wir schließlich gar nicht trainiert.
Also: es regnete. Und es hatte die ganze Nacht geschüttet, so dass die Trails ordentlich aufgeweicht waren. Und damit es so richtig schlammig wird, sind auch noch die Kühe überall durchgetrampelt.
Wir hatten damit die allerbesten Bedingungen für einen tollen Lauf. 38 Teilnehmer starteten beim Fitnesslauf über 13,6 km mit ca. 800 hm und 206 Läufer beim Höhenhalbmarathon mit 21,9 km und ca. 1000 hm.

Höhenprofil Fitnesslauf

Höhenprofil Fitnesslauf

Nach dem Start ging es sofort bergauf. Da es wirklich hart ist, sofort mit Steigungen zu beginnen, hatten die Veranstalter ausdauernde Pacemaker eingesetzt. Eine Herde Kühe trottete auf die Laufstrecke und lief mit uns mit. Ein bisschen mulmig war mir schon, ich wollte nicht von einer Kuh zerquetscht werden. Aber die waren ganz friedlich.
Zum Glück geht es nach einer Steigung immer auch wieder abwärts, so dass die Waden etwas lockerer wurden. Doch auch bergab will gelernt sein, zu ambitioniertes Tempo oder falsche Schrittlänge können schnell im Sturz enden. Die nachfolgende Steigung bei der Bodenalpe bewältigten die meisten nur noch gehend. Es war steil und rutschig. War da eigentlich ein Weg? Der Aufstieg über die Wiese schien unendlich lang und endete auf einem befestigten Weg – der sich auch wieder bergauf schlängelte. Ganz kurz ließ sich da auch mal die Sonne sehen. Recht schnell wurde diese aber vom Regen abgelöst, und mit zunehmender Höhe wurde es immer kälter. Ich war glücklich über Handschuhe und Regenjacke.
Weiter oben trennten sich die Laufstrecken. Nur wenige bogen auf die Fitnessstrecke ab. Als ich einen kleinen Durchhänger hatte, feuerten mich ein paar Wanderer an und sagten mir, dass nur zwei Frauen vor mir liefen. Ja dann – Kräfte sammeln und keine Frau mehr vorbeilassen. Das hielt ich auch durch – unterstützt von Anfeuerungsrufen der Wanderer und später den Lechern. Ich strahlte schon lange vor dem Ziel, keine Verfolgerin war zu sehen, ich hatte es also geschafft. Ins Ziel lief ich wie im Camp geübt: lächelnd, glücklich, mit hochgerissenen Armen und einem Freudensprung.
Und das beste: alle Läufer aus dem Camp bewältigten die schwierige Strecke und kamen unverletzt ins Ziel 🙂
(Und natürlich danke an alle vom Nachbartisch, die so fest an mich geglaubt und mir die Daumen für einen vorderen Platz gedrückt haben.)

sieger
Tolle Pokale für Andreas, 3. Platz Männer beim Fitnesslauf in 1:16:50 / Martin 1. Platz beim HM in der AK Männlich Plus in 1:48:04 / ich 3. Platz Frauen beim Fitnesslauf in 1:31:15