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Brutaler Lauf nach Salzburg

Mozart100 – Mozart-Light

Schon lange war ich voller Vorfreude auf die Teilnahme bei Mozart100 in Salzburg. Da zwischen Mozart100 und Dämmermarathon nur 5 Wochen lagen, war die Mozart-Light-Variante eine gute Alternative: ca. 31 km mit 1.140 hm. Höhenmeter hatte ich ordentlich trainiert und machte ich mir keine allzu großen Sorgen. Unter 4 h ins Ziel zu laufen, sollte doch klappen. Gedanken machte ich mir nur darüber, ob ich die Strecke immer finden würde. Aber beim briefing am Vorabend erfuhren wir, dass alle Richtungswechsel markiert waren und die Strecke mit Bändern gekennzeichnet.

Start für Mozart-Light war in Fuschl am See um 10 Uhr. Vorteil: man konnte länger schlafen, Nachteil: die Sonne hatte schon Gelegenheit, die Luft aufzuheizen. Vor unserem Start konnten wir noch die Ultra-Läufer der 109 km-Strecke begrüßen. Einige sahen nach den ersten 31 km schon ziemlich k.o. aus, andere waren noch richtig gut drauf, als wären sie gerade erst losgelaufen.

Dann war es auch für uns soweit, 68 Frauen und 132 Männer freuten sich auf den Lauf. Zunächst ging es recht gemütlich los, aber die Hitze war schon erdrückend. Über 30°C waren auf der Strecke. Gut gelaunt ging es durch Fuschl, dann auf den Fuschlsee-Rundweg mit Single-Trails. Nach den Steigungen ging es immer wieder bergab, zunächst war es also noch recht angenehm. Die Temperatur stieg weiter an und das Wasser wurde knapp. Aller 10 km Versorgung war dann doch etwas wenig, zum Glück boten auch Anwohner Trinkwasser oder eine Dusche aus dem Schlauch an.

Nach 2 h hatte ich die etwa Hälfte der Strecke zurückgelegt und dachte noch, die 4 h zu schaffen. Der Lauf war anstrengend, die hohen Temperaturen machten allen zu schaffen. Am 21 km-Verpflegungspunkt verschnaufte ich noch einmal, füllte meine Flaschen auf und dachte, nur noch 10 km, also gar nicht mehr viel. Aber diese 10 km wurden die anstrengendsten Kilometer meines bisherigen Läuferlebens. Die Hitze war erdrückend, die Anstiege wurden steiler und dann bog ich auch noch falsch ab. Obwohl ich kurz Zweifel hatte – lief ich einer großen Gruppe Läufer vor mir hinterher. Dann fragte ich mal vorsichtig, ob jemand die blauen Bänder gesehen hat – und da stöhnten alle – wir hätten abbiegen müssen. Da kam uns auch schon eine weitere Gruppe entgegen, die ebenfalls falsch gelaufen waren. Leider mussten wir also den Berg wieder hinauf, Single-Trails, steil, steinig … Als wenn das nicht schon anstrengend genug wäre, schimpfte ein Läufer hinter mir die ganze Zeit über das Missgeschick. Aber irgendwann waren wir dann wieder auf der richtigen Strecke. Alle Frauen, die ich vorher am Berg mühevoll nach und nach überholt hatte, waren nun wieder vor mir. Schade. Die Anstiege wurden immer mühevoller, auch bergab war gar nicht so leicht. Single-Trails mit vielen Wurzeln, Steinen und dann auch noch Treppen, bergauf und bergab. An zügig laufen war da nicht mehr zu denken. Es sollen insgesamt über 1.000 Stufen gewesen sein.

Unterwegs gab es aber auch Entschädigung für den anstrengenden Berglauf – einen Panoramablick vom Nockstein auf die Stadt Salzburg und am nächsten Berg einen tollen Blick auf die schneebedeckten Berge in der Ferne.

Kurze Pause – Blick auf Salzburg

Bei so viel bergauf muss es auch wieder bergab gehen – mit Salzburg zu Füßen war es nun nicht mehr weit bis zum Ziel. Noch eine Stück ging es steil bergab, noch einmal Stufen, dann erreichten wir die Brücke über die Salzach und … überall Touristen, nichts mehr vom Lauf zu erkennen … panisch suchte ich nach Streckenposten … die mich dann durch die Unterführung schickten … danach wieder Suche … es war nicht leicht, zwischen den vielen Menschen den Weg zum Ziel zu finden, immer wieder blickte ich suchend nach Helfern. Letztendlich kam die letzte Kurve vor dem Zieleinlauf, die Zuschauer johlten, großartige Stimmung … ich bekam Gänsehaut und Tränen flossen. Endlich im Ziel, ich war total am Ende. Meine Beine kündigten jetzt schon an, dass sie eine Weile meckern würden.

Zieleinlauf war nach 4:29:44 h … ich hatte das letzte Drittel total unterschätzt … und noch die unfreiwillige Extrastrecke …

MozartLight

Trotzdem fand ich den Lauf sehr schön, sehr anspruchsvoll und mit tollen Aussichten unterwegs.

Ergebnis-Details:

Gesamt | 47. W | 7. Frauen | 7. SV 98/07 Seckenheim LaufSeggeneLauf
           
Laufzeit 4:29:44 h   Pace 8:26 min/km      
           
Hof 1:08:09 h          
Ebenau 1:59:32 h          
Kelhlauer 2:37:23 h          
Gersbergalm 3:30:39 h          
ZIB 13:54:11 h          
ZIEL 4:29:44 h  
Wir können schon wieder lachen 🙂

Dämmermarathon in Mannheim am 11. Mai 2019

Noch ist Zeit für ein Foto:

Gleich geht’s los:

Kurz vor dem Start beim Dämmermarathon


12 Wochen vor dem Marathon ging es mit dem Marathon-Trainingsplan los. Unterstützt habe ich mein Training mit Nahrungsergänzungsmitteln (Molkeeiweiß, Regenerationsdrink, Mineralien …), um die Wirkung mal zu testen. Außerdem wurde durch Ultra Sports mein Trainingsplan um Ernährungshinweise ergänzt – wann Lowcarb, wann Highcarb, wann nüchtern laufen, wann mit vollen Speichern … das war recht spannend. Am Anfang ist es mir unheimlich schwergefallen, mal auf Frühstück zu verzichten und eine lange Pause zwischen den Mahlzeiten zu lassen. Vermutlich hat aber dieses „Training“ mitgeholfen, dass ich nun die langen Läufe besser ohne etwas zu essen durchstehe.
Auf alle Fälle war ich für den Dämmermarathon, trotz einer Woche Sportverbot in der Trainingszeit, gut vorbereitet.
Dann blieb noch das Wetterproblem. Oft es ist zum Dämmermarathon unheimlich heiß. Dieses Mal änderten sich die Wettervorhersagen ständig – kalt, nass, windig war immer dabei.
Letztendlich gab es fast optimales Laufwetter: kühl und Nieselregen. Okay, für mich – und wohl auch für die Zuschauer – hätte es etwas wärmer sein können 😉
Der Marathon: alles war wie immer – die Beine zwickten ohne Grund, der Bauch war aufgeregt – aber das legte sich rechtzeitig wieder.
Den „ungeliebten“ Teil der Marthonstrecke – den Teil auf der LU-Seite – waren wir am Wochenende zuvor schon mal gelaufen, um einen Gefühl zu bekommen. Und es war gar nicht so schlimm wie alle erzählen. Die Strecke war abwechslungsreich … naja, die Brücken mag nicht jeder.
Auf alle Fälle standen wir ungeduldig und fröhlich am Start und konnten es kaum erwarten, endlich loszulegen. Kurz nach dem Start steckten wir aber erst einmal im Stau. Ich hatte aber eingeplant, dass der Anfang etwas gemütlicher losgeht, schneller kann man später noch immer 😉 Irgendwann entwirrte sich das Feld und ich konnte mein Lauftempo suchen. Zunächst standen die Zuschauer noch recht dicht an der Strecke, als es dann in Richtung Seckenheim ging, lichteten sich die Reihen. Aber schon in Neuostheim gab es wieder viele Anfeuerungsrufe. Und dann stieg schon die Vorfreude auf Seggene. Ob bei dem Wetter auch so viele auf uns warten? Schon an der Umgehungsstraße standen die ersten Bekannten. Ich scannte ab da alle Zuschauer nach bekannten Gesichtern. Bei Jedem, den ich erspähte, freute ich mich, winkte und weiter ging’s. Es machte richtig Spaß. Die Kilometer sausten nur so vorbei, ich fühlte mich super. Das Highlight in Seckenheim ist natürlich der Stand des SV 98/97 Seckenheim. Uns empfing lauter Jubel, ich klatsche möglichst vielen ab … die Stimmung war einfach umwerfend. Die vielen Anfeuerungsrufe beflügelten und ich musste mich anstrengen, nicht zu schnell zu werden. Nach vielen vielen Unterstützern am Straßenrand führte uns die Laufstrecke dann zurück in Richtung Mannheim. Auf der Gegenfahrbahn war schon der Besenwagen zu sehen.
Noch immer ging es mir sehr gut, ich genoss den Lauf und kontrollierte immer wieder mein Tempo – bloß nicht zu schnell werden.
In Mannheim auf den Planken teilte sich dann die Strecke. Die letzten Jahre hatte ich als Halbmarathoni die Marathonläufer immer bedauert, die noch weiterlaufen mussten, während wir das Ziel ansteuerten. Nun musste ich selbst dem Marathon-Schild folgen und fand es gar nicht schlimm. Auf einmal wurde es ruhig, die Mehrzahl der Läufer bog ab, nur ein kleiner Teil war auf der Marathonstrecke unterwegs. Ich war auf den zweiten Teil der Strecke gespannt. Bei den meisten Wasserstellen blieb ich stehen, nahm mein Gel und trank etwas. Ich hatte mir meine Gel-Rationen auf 6 x eingeteilt.
Bis km 25 fühlte ich mich weiterhin richtig gut, die Zeit war bis dahin unheimlich schnell vergangen. Es wurde langsam dunkel und die lange Gerade nach Rheingönheim zog sich. So langsam begonnen die Beine zu motzen. Aber in Rheingönheim war ich wieder abgelenkt – Kinder und auch Erwachsene wollten abklatschen – ich war beschäftigt ;).
Bei km 30 führte die Strecke wieder zurück. Für 4 km kamen uns die Läufer entgegen. Außer Gerhard konnte ich aber niemanden Bekannten entdecken. Noch lag ich super in meinem Zeitplan.
Meine letzte Gel-Ration nahm ich an der Verpflegungsstelle bei ca. 34 km. Die Hände waren kalt und ich brauchte eine gefühlte Ewigkeit zum Öffnen der Tube. Später merkte ich, dass das nicht mehr notwendig gewesen wäre. Irgendwie war es dann zu viel und mein Bauch rebellierte eine Weile. Nach 35 Kilometern in den Beinen wurde es immer schwerer, es war dunkel, nur noch einzelne Läufer zu sehen, am Rhein blies uns der Wind entgegen. Ich merkte, dass es nun hart werden würde. Ich steckte mir nun kleine Ziele … aber die Schneckennudelbrücke wollte einfach nicht kommen, jetzt zog sich jeder Kilometer in die Länge. Aber nach der Schneckennudel gab es Cola :)) Die half mir wieder auf die Beine. Nächstes Ziel: die Brücke nach Mannheim. Und dann dachte ich nur noch an den Zieleinlauf. Obwohl die Beine kräftig protestierten und ich eine Blase am Fuß spürte, erhöhte ich das Tempo und nahm Kurs auf das Ziel. Ich freute mich unglaublich, als der Zielbogen in Sicht kam und … hatte es geschafft. Die schöne Finishermedaille lies ich mir überglücklich umhängen.
03:48:49 standen auf der Garmin.
Klar ist das eine tolle Zeit, aber wer die Läufer kennt, weiß, dass man nachher mit sich hadert … wenn ich die Zeit beim letzten Gel gespart hätte oder es etwas wärmer gewesen wäre oder kein Gegenwind oder ich nicht so viel abgeklatscht hätte … wären doch die 03:45 drin gewesen … so ist das mit den Läufern, nie zufrieden 😉
Nein, ich bin wirklich glücklich mit der Zeit, die Schmerzen in den Beinen sind schon wieder Vergangenheit und ich freue mich einfach über den geschafften Marathon. Es war ein wunderschöner Lauf, abwechslungsreich in Bezug auf die Strecke und die Zuschauer – mal war es ruhiger, mal Hochstimmung. Einfach phantastisch :))

Die Finishermedaille:

41. Int. Volkslauf rund um den Klopeiner See am 15.08.2018

Bereits 3 Tage nach dem 2-Seen-Lauf in Afritz startete ich beim nächsten Seenlauf: zwei Runden um den Klopeiner See (10,4 km mit 74 hm).
Mein Ziel war wieder, die Vorjahreszeit zu unterbieten.
Der Lauf startete an der Norduferpromenade, weiter westwärts Richtung Seelach, Westuferstrasse, Süduferpromenade, Unterburg, entlang der Norduferpromenade Richtung Ziel. Die Strecke ist komplett asphaltiert und hat ein paar Höhenmeter.
Es waren viele schnelle Läufer am Start und alle Nachbarländer sind hier vertreten. Manche starten hier in ihrem Urlaub schon seit vielen Jahren.
Nach der ersten Runde waren die 5,2 km-Läufer im Ziel, so das sich die Anzahl der Läufer in der zweiten Runde stark reduzierte.
Die zweite Runde wurde dann etwas langsamer. Aber ein Endspurt musste noch sein 😉 So schaffte ich es tatsächlich etwas schneller als im letzten Jahr. Mit 50:45 kämpfte ich mich auf den 3. Platz der Ak 50.
Die Belohnung nach dem Lauf war wieder ein Sprung in den See 🙂 Da es keine Duschen gab, war das natürlich perfekt.

Sommerlauf Edingen

Da der Sommerlauf praktisch um die Ecke stattfand, konnten wir gemütlich nach Edingen radeln.
Im Angebot waren: 10 km Hauptlauf, 3,6 km Einsteigerlauf, 7,5 km Nordic-/Walking, 1,5 km Schülerlauf und 0,8 km Bambinilauf – also für jeden etwas dabei.
Der Lauf war außerdem nach Ladenburg und Ilvesheim der Dritte zum Laufcup „Unterer Neckar“. An den beiden anderen Läufen hatten wir jedoch nicht teilgenommen.
Zum Sommerlauf gab es natürlich auch passendes Sommerwetter. 22°C waren bereits beim Start um 10 Uhr. Zum Glück halfen anfangs noch ein paar Wolken, die heißen Sonnenstrahlen abzufangen. Aber ab der zweiten Runde war die Sonne dann doch stärker.
Gelaufen wurden drei Runden mit Start im Stadion, eine Stadionrunde und dann raus auf die Strecke.

Start und Ziel: Sport- und Freizeitzentrum Edingen-Neckarhausen


Eine schöne Strecke, die auch bei drei Runden nicht langweilig wird.
Der Lauf war mein Tempotraining für diese Woche. Wenn ich bis September wieder meine alten Zeiten erreichen möchte, muss ich endlich was tun. Wilhelmsfeld und Edingen waren sozusagen der Einstieg für die nächsten Wochen Tempotraining. Ich bin gespannt, ob die Form genauso schnell wieder zunimmmt, wie sie abgefallen ist 😉
Aber wieder zum Lauf: die Wärme war für alle anstregend, so dass nicht alle ihre geplanten Zeiten erreichen konnten. 144 von 151 schafften es ins Ziel.
Ich kämpfte, um unter 49 min zu bleiben und lief nach 48:36 über die Zielgeraden.
Obwohl langsamer als letztes Jahr, erreichte ich damit den zweiten Platz in meiner Altersklasse.

Gemeinsam am Start beim Sommerlauf in Edingen

Kerwelauf in Wilhelmsfeld

Ende der gemütlichen Läufe
Der Marathon am Rennsteig ist nun schon 5 Wochen her. Seitdem bin ich nur 2 mal in der Woche gemütlich gelaufen.
Endlich bin ich nun wieder motiviert loszulegen und habe gleich mal in Wilhelmsfeld getestet, wie es mit der Form so aussieht. Der Lauf hat mir im letzten Jahr schon gefallen, bergauf bergab ist mir lieber, als flache Strecken. Da ein sonniger heißer Tag gemeldet war, bot sich der Lauf im Wald umso mehr an.
Die überschaubare Menge an Läufern verteilte sich auf HM, 10 km, Walker und 6,4 km.

Start war in der Sonne, aber schon bald konnten wir in den Schatten des Waldes eintauchen. Dann ging es erst einmal bis zur Halbzeit bergauf. Die Steigung war angenehm zu laufen. Aber bei 5 km ging es schon wieder auf den Rückweg und nun natürlich bergab. Im Tal empfing uns – wie schon auf dem Hinweg – eine große Gruppe Zuschauer, die sich wohl für den ganzen Tag an der Straße eingerichtet hatten und ordentlich für Stimmung sorgte 🙂

Nachdem man mit zügigem Bergablauf in der Nähe des Zieles angekommen ist, muss man die letzten Kräfte mobilisieren, um die Steigung in Richtung Ziel zu schaffen. Das war noch mal hart. Obwohl – wegen fehlendem Tempotraining – die Zeit schlechter als im letzten Jahr war, kam ich als zweite Frau und als erste in meiner Altersklasse ins Ziel.

15. Dämmermarathon in Mannheim

Halbmarathon durch Seggene
Im Lauftreff hatten wir fleißig für den Dämmermarathon trainiert. 21 Läufer von unserer Truppe wollten an den Start: 1 Marathoni und 20 Halbmarathonis. Wir freuten uns alle auf den Lauf, da die Strecke durch Seckenheim immer ein besonderes Hightlight ist.
Gespannt beobachteten wir die ganze Woche schon das Wetter. Aber es blieb bei den hohen Temperaturen. Also langsamer laufen und mehr trinken 😉
Wie trafen uns bereits in der Straßenbahn und danach zum Gruppenfoto:

Fototermin am Lipsirad

… letzte Vorbereitungen 😉


Alle waren mehr oder weniger aufgeregt, vor allem unsere HM-Neulinge warteten nun gespannt auf den Start.
Pünktlich rückte der erste Block an die Ziellinie.

Startaufstellung A1


Und dann kam der Startschuss für den Dämmermarathon. Für uns führte die Strecke vom Rosengarten über die Augustaanlage, durch Neuostheim in Richtung Seckenheim. Dort fühlten wir uns dann auf unseren wöchentlichen Trainingswegen total heimisch. Und wir wurden mit großem Hallo begrüßt. An jeder Ecke, Kurve, Platz, Kreuzung … stand jemand vom Verein, aus der Nachbarschaft, aus der Tanzgruppe … es machte riesen Spaß an so vielen Bekannten vorbeizulaufen. Die Tanzgruppe hatte extra Schilder gebastelt 🙂 Besonders tosende Stimmung gab es nach dem Wasserturm am SV-Stand. Viele hatten sich dort versammelt und jedes Vereinsmitglied bekam seine eigene Laola-Welle. Danke an alle für so viel Unterstützung.
Aber wie immer kostete das auch viel Kraft. Von den Anfeuerungsrufen beflügelt, steigert fast jeder das Tempo. Nach 4 km durch Seckenheim ist dann erst mal die Luft raus. Und es wird stiller an den Straßen.
Der Rückweg in Richtung Mannheim war dann etwas kühler, viele hatten das Tempo reduziert. Die meisten hatten nun mit sich zu tun … entweder um noch den Zeitplan zu schaffen oder einfach nur durchzuhalten. So schnell wie die Kilometer auf dem ersten Teil vorbeiflogen, so langsam gingen sie jetzt vorbei.
Die letzten 3 km haben es dann noch einmal in sich. Irgendwie fühlen die sich immer doppelt so lang an. Die Schleife durch die Fressgasse, dann vorbei an engelhorn und zurück zum Rosengarten ist der härteste Teil. Man sieht das Ziel, man hört das Ziel und trotzdem ist man noch nicht da. Es werden noch einmal die Kräfte mobilisiert und auch ein Lächeln muss noch möglich sein … vorbei an viel Ablaus von der Tribüne ist dann endlich das Ziel da. Jeder, der es geschafft hat, nimmt glücklich seine Medaille entgegen.
Für mich war es ein sehr schöner Lauf, es hat Spaß gemacht, Seggene war einfach Klasse. Und die Zeit … nicht wie geplant, aber bei den warmen Temperaturen und mit 4 Trinkpausen bin ich mit der Zeit 1:47:39 total zufrieden.

Glücklich im Ziel

Kärnten Läuft – Wörthersee Halbmarathon

Von Velden nach Klagenfurt
Unser 3. Lauf und 4. See in 8 Tagen. Start war 9 Uhr in Velden. Also hieß es zeitig aufstehen, Auto in Klagenfurt abstellen und mit dem Zug nach Velden.
Wie im letzten Jahr hatte es die Nacht zuvor stark geregnet, es wurde aber nicht so schwül. Zum Glück blieb es bei angenehmen 15°C, Sonnen-Wolken-Wechsel und ab und zu einer kühle Briese. Geplant war locker laufen. Meine Beine fühlten sich gut, so dass ich zunächst doch unter 5 min/km lief. Die Stimmung war Klasse, anfangs war das Feld noch sehr dicht. Noch hatten nicht alle ihr Tempo gefunden. Schon im ersten Kilometer passierten wir den einheimischen Männerchor, später gab es noch weitere Ständchen an der Laufstrecke mit dem Akkordeon.
Obwohl die Strecke nicht ganz flach ist, wird sie trotzdem als schnelle Strecke gehandelt. Ursprünglich sollte auch der Weltrekordhalter im Marathon, Dennis Kimetto, starten, musste aber wegen Verletzung absagen. Die Kenianer lagen trotzdem wieder vorn: der schnellste Mann war Peter Kirui mit 01:00:29.1, schnellste Frau wurde Viola Kibiwot mit 01:10:14.9. Ich kam dann erst 38 min später ins Ziel. Ab km 16 konnte ich mein Tempo nicht mehr halten, obwohl ich mich so gut gefühlt hatte, also wurde es doch noch gemütlicher.
Den letzten Kilometer erleichterten die Zuschauer mit unheimlichen Gejubel. Und der Zieleinlauf durch den etwas erhöht gebauten Bogen ist schon was besonderes.
Das Highlight dieses HM ist allerdings der Sprung in den Wörthersee nach dem Lauf. Die Beine freuen sich über das kühle Wasser und man blickt auf die Berge. Schöner kann es nicht sein 🙂

718 Frauen und 2032 Männer finishten
Ich erreichte als 1163. insgesamt und 120. Frau das Ziel. In der Ak wurde es die 13. Position (von 78).

Internationaler Klopeiner See Volkslauf in Südkärnten

Zweiter Urlaubslauf, dritter See
Nach einem sonnigen Badetag am Klopeiner See starteten wir 17 Uhr in St. Kanzian. Ab 16 Uhr fanden schon die Kinderläufe statt und die Walker gingen auf den Rundkurs. Leider waren keine Wolken in Sicht, so dass wir bereits bei der Startaufstellung ins Schwitzen kamen. Gemeldet waren Läufer aus ganz Österreich, aus den benachbarten Italien und Slowenien, Kroatien, Ungarn, Holland sowie aus Deutschland. Gemeinsam starteten 5,2 (eine Runde) und 10,4 km-Läufer (zwei Runden). Die komplett asphaltierte Strecke führte rund um den See. Während die Nordseite flach blieb, war die Südseite etwas anstrengender mit zwei kleinen Steigungen (gesamt 80 hm auf zwei Runden). Schlimmer war jedoch die brennende Sonne, das Atmen fiel recht schwer.
Motiviert wurden wir unterwegs von den Badeurlaubern, die sicherlich froh waren, dass sie den schwitzenden Läufern nur zuschauen brauchten. Total begeistert klatschten auch die vielen Kinder am Rand.
Der Zieleinlauf führte durch ein kleines Tor, in dem alle Läufer fotografiert wurden. Jeder konnte sich danach sein persönliches Zielfoto abholen.
Angesichts der Temperatur von 29°C bei dem Lauf war ich mit 0:51:21 für die 10,4 km zufrieden und konnte mir einen Pokal für den ersten Platz in der Altersklasse abholen. Die Stimmung zur Siegerehrung war recht ausgelassen, vorher gab es sogar noch ein paar Ständchen vom Europameister im Akkordeon Spielen.

40. Int. Volkslauf um den Klopeiner See

Für Unterhaltung vor der Siegerehrung sorgte dieser junge Akkordeonspieler

Am Start, mal kurz vorn bei den Schnellsten 😉

Wohltuende Erfrischung nach dem Lauf direkt neben der Strecke 🙂

SAS Halbmarathon Heidelberg – Höhenmeter inklusive

Wunderschöner entspannter Lauf
… letztes Jahr mit kurzem Schneeschauer, in diesem Jahr mit Sonne satt 🙂
Auf den Lauf hatte ich mich schon lange gefreut, wunderschöne Streckenführung mit viel Abwechslung und Höhenmetern. Nachdem ich am Wochenende vor drei Wochen meine Grenzen überschritten hatte und meine Beine sich dafür längere Zeit beschwerten, ging ich es heute ruhiger an. Ziel war einfach entspannt laufen und die Strecke genießen.
Die Sonnenstrahlen schafften es, bei Läufern und Zuschauern beste Stimmung herauszulocken. Schon in den Startblöcken waren alle gut drauf. Moderation und Musik (wie Hightway to Hell) halfen ordentlich nach. Respekt und tobenden Ablaus erhielten schon jetzt die ältesten Starter: 82 Jahre die älteste Läuferin, 83 Jahre der älteste männliche Starter!
Die ersten 7,5 km waren noch flach mit Sightseeing durch Heidelberg (Friedrich-Ebert-Anlage – Sofienstraße – Hauptstraße – Marktplatz – Steingasse – Alte Brücke – Neuenheimer Landstraße – …). Dann ging es aufwärts auf dem Philosophenweg. Am Ende des Anstiegs gab es Gänsehautfeeling pur. Wir liefen durch eine enge Gasse von dicht gedrängten Zuschauern, die uns Läufer umjubelten und anspornten. Die erste Steigung war bereits gemeistert.
Weiter ging es bergauf und bergab durch den Wald in Richtung Ziegelhausen. Dort überquerten wir nach ca. 15 km wieder den Neckar über die Ziegelhäuser Brücke in Richtung Schlierbach. Die nächsten Steigungen warteten schon auf uns. Bis zum Schloss bei ca. 19,5 km ging es immer wieder aufwärts. Danach begann der Lauf abwärts in die Stadt, wo uns Massen von Zuschauern erwarteten. Die Gänsehaut blieb nun bis zum Zieleinlauf – Wahnsinnsstimmung bis zum Ende, Begeisterung und Jubel von allen Seiten, einfach unbeschreiblich toll. Unsere „Fankurve“ am Kornmarkt motivierte noch einmal für die letzten Meter über die Hauptstraße zum Ziel am Universitätsplatz.
Strahlend lief ich nach 1:56:16 h ins Ziel, absolut glücklich nach dem herrlichen Lauf.

Strecke vom SAS HM Heidelberg


Höhenprofil beim Halbmarathon in Heidelberg
Start bei 122 m ü. NN, ZIel bei 114 m ü. NN
höchster Punkt bei 270 m ü. NN
gemessen von meiner GARMIN: 470 m pos. Höhenunterschied und 492 m neg. Höhenunterschied

Schon erwartet an der „Fankurve“

Glückliche Finisher