{"id":1518,"date":"2014-04-16T17:27:19","date_gmt":"2014-04-16T15:27:19","guid":{"rendered":"http:\/\/laufkatrinlauf.de\/?p=1518"},"modified":"2014-05-01T12:00:01","modified_gmt":"2014-05-01T10:00:01","slug":"alles-walzer-vienna-city-marathon-13-april-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/laufkatrinlauf.de\/?p=1518","title":{"rendered":"&#8222;Alles Walzer&#8220; &#8211; Vienna City Marathon 13. April 2014"},"content":{"rendered":"<p><em><strong>Jeder Marathon ist anders &#8230;<\/strong><br \/>\n&#8230; vorher, w\u00e4hrend und nachher &#8230; das wei\u00df ich jetzt auch.<br \/>\nDieses mal lief schon zuvor alles anders. Vor einer Woche sind wir noch einen 10er-Wettkampf gelaufen, nicht optimal. Und dann gab es die ganze Woche Stress. Und mein Laufpartner, mit dem ich gemeinsam den gesamten Marathon laufen wollte, hatte R\u00fcckenprobleme, seine Wade streikte &#8230; Selbst ein kurzfristiger Termin f\u00fcr ihn bei meinem Lieblingsmasseur konnte nicht mehr so schnell helfen &#8230; also wie gesagt, alles nicht so optimal.<br \/>\nAm Samstag flogen wir in Wien ein. Wir holten gleich unsere Startunterlagen und fuhren dann zur Friendship Party in den Festsaal des Wiener Rathauses. Das Jahresthema des Vienna City Marathon &#8222;Alles Walzer&#8220; sorgte f\u00fcr ein besonderes Feeling. Man hatte sogar die M\u00f6glichkeit, in einem Walzer-Crash-Kurs den klassischen Wiener Walzer mit echten Profis zu erlernen. Wir konzentrierten uns jedoch auf die Kohlenhydratzufuhr und futterten eine \u00fcbergro\u00dfe Portion Kaiserschmarrn und Pasta.<\/em><\/p>\n<ul class=\"containerblog\">\n<li style=\"list-style-type: none; float: left\">\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"20140412_Marathon_Friendshipparty\" src=\"https:\/\/laufkatrinlauf.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/20140412_Marathon_Friendshipparty2-300x199.jpg\" width=\"270\" height=\"180\" \/>\n<\/li>\n<li style=\"list-style-type: none; float: left\">\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"20140412_Marathon_Friendshipparty-202\" src=\"https:\/\/laufkatrinlauf.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/20140412_Marathon_Friendshipparty-202.jpg\" width=\"230\" height=\"175\"\/>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><em><br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em><br \/>\nMelde-Ergebnis Vienna City Marathon 2014:<br \/>\nMarathon: 9.456 (inkl. Elitel\u00e4ufer)<br \/>\nOMV Halbmarathon: 16.208<br \/>\nStaffelmarathon: 13.628 (=3407 Teams)<br \/>\nCoca-Cola 4.2: 1.516<br \/>\nCoca-Cola 2.0: 1.270<br \/>\nGesamt 42.078 Anmeldungen <\/em><\/p>\n<p>Und am Sonntag war es dann soweit \ud83d\ude42 Wir konnten wieder die einmalige Startatmosp\u00e4hre eines Marathons genie\u00dfen. Anders ist in Wien die Abgabe der Kleiderbeutel. Diese werden auf LKWs entgegengenommen, die dann zum Zielbereich fahren. Zweiter Punkt vor dem Start ist das Anstehen vor den Toilettenh\u00e4uschen &#8230; 5 min &#8230; 10 min &#8230; nach 15 min waren wir noch immer nicht dran. Die Startzeit r\u00fcckte n\u00e4her. Wir mussten noch unseren Block suchen. Hinter den Toi-H\u00e4uschen war Geb\u00fcsch. Das sollte gehen &#8230; und dann kam die Welle ins Rollen &#8230; die B\u00fcsche waren umgehend ebenfalls besetzt, also wurde sich nun so ziemlich in aller \u00d6ffentlichkeit hingehockt. Ein Marathon ist eben in jeder Beziehung anders \ud83d\ude09<br \/>\nUnd dann auf dem Weg zum Startblock &#8230;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1543\" alt=\"20140413_Marathon_Wien_StartG\" src=\"https:\/\/laufkatrinlauf.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/20140413_Marathon_Wien_StartG.jpg\" width=\"285\" height=\"213\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-1544\" alt=\"20140413_Marathon_Wien_StartK\" src=\"https:\/\/laufkatrinlauf.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/20140413_Marathon_Wien_StartK.jpg\" width=\"285\" height=\"213\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ringsherum aufgeregte L\u00e4ufer, alle zappelten herum. Zur Einstimmung wurde &#8222;An der sch\u00f6nen blauen Donau&#8220; gespielt. Wir versuchten kurz eine Walzerdrehung, so ganz klappte das jedoch nicht. Ich h\u00e4tte den Kurs auf der Party wohl doch machen sollen \ud83d\ude09<br \/>\nUnd dann der Startschuss f\u00fcr die Elitel\u00e4ufer, gefolgt vom Start des 1. Blocks. Eine kunterbunte Ameisenarmee war von weitem zu sehen. Ein eindrucksvolles Bild. Bald danach wurden auch wir auf die Strecke geschickt. Die Wetterbedingungen waren noch optimal. Etwas k\u00fchl, aber genau richtig f\u00fcr einen Marathon. Ich f\u00fchlte mich locker und leicht, auch noch nach 10 km. Mein Laufpartner hielt tapfer mit. Ich hoffte, dass er vielleicht doch noch den Marathon durchlaufen k\u00f6nnte &#8230;<br \/>\nNoch immer war die Laufstrecke von begeisterten Zuschauern ums\u00e4umt, viele mit Motivationsschildern f\u00fcr Familie und Freunde. Und auch Sehensw\u00fcrdigkeiten gab es mehr als genug auf der Strecke. Die Kilometer kamen mir bei den vielen Eindr\u00fccken recht kurz vor.<br \/>\nDann wurde mein Laufpartner etwas langsamer. Ich hoffte trotzdem noch auf ein Wunder. Bei Kilometer 13 dann meinte er, er schaffe es nicht mehr &#8230; etwas geknickt lief ich allein weiter.<br \/>\nAuf der Strecke gab es reichlich Getr\u00e4nkestationen, Wasser trank ich an fast jeder. Ab km 15 gab es auch Bananen, bei denen ich ebenfalls zugriff. Ich wusste, dass jeder Stopp Zeit kostete, traute mich aber noch immer nicht, zu viele Verpflegungspunkte auszulassen aus Angst vor den 30er Kilometern &#8230; 3 Marathonl\u00e4ufe sind eben noch nicht genug Erfahrung. Bald kamen auch die ersten Seitenstechen. Das Tempo behielt ich bei, konzentrierte mich aber auf die Atmung. Das hatte sich bereits bew\u00e4hrt. Naja, Beine und F\u00fc\u00dfe meldeten dann auch etwas M\u00fcdigkeit. Da hilft nur Ablenkung, die es auf der Strecke genug gab. Tolle Geb\u00e4ude, jubelnde Zuschauer, L\u00e4ufer aus vielen verschiedenen L\u00e4ndern &#8230; manche ger\u00fcstet mit Gel f\u00fcr die n\u00e4chsten 100 km \ud83d\ude09<br \/>\nDann passierten wir den Heldenplatz. Die Halbmarathonis bogen ab in den Zielbereich. Ich h\u00f6rte den Reporter rufen, dass soeben der 4. des Marathons ins Ziel lief. Tolle Leistung &#8230; aber ich hatte erst die H\u00e4lfte der Strecke geschafft. So richtig aufbauend war das dann doch nicht &#8230;<br \/>\nDaf\u00fcr lichteten sich die Reihen. Es waren nun wesentlich weniger L\u00e4ufer unterwegs, so dass ich nicht mehr st\u00e4ndig aufpassen musste, ob ich Jemanden in den Weg lief oder auf die Fersen trete &#8230;<br \/>\nNach 25 km wollte ich mir mein Gel aus der Tasche holen. Wie immer hatte ich kein Gef\u00fchl\/keine Kraft mehr in den H\u00e4nden. Die ganze Energie wurde wohl an die Beine geliefert. Ich bekam kaum den Rei\u00dfverschluss meiner Tasche auf. Als ich das m\u00fchevoll geschafft hatte, k\u00e4mpfte ich dann damit, das Gel zu \u00f6ffnen. Mein verzweifelter \u00d6ffnungsversuch wurde auch noch von der Kamera festgehalten \ud83d\ude09<br \/>\nVor einiger Zeit hatte es auch begonnen zu nieseln. Zun\u00e4chst war es sehr angenehm. Dann wurde der Regen jedoch st\u00e4rker, ich war durchgeweicht und die aufkommenden Windb\u00f6en wurden unangenehm. Aber bei einem Marathon muss man das einfach ignorieren.<br \/>\nIch war inzwischen etwa am 31. Kilometer und sah in der Gegenrichtung das Schild 35 und einen Cola-Stand. Von nun an freute ich mich auf die Cola. Aber die lange Gerade nahm kein Ende. Der Wendepunkt kam mir unendlich weit weg vor. Ich k\u00e4mpfte. Ich wollte zur Cola. Unbedingt. Ich wusste, das gibt einen Energieschub. Die 4 km bis dahin nahmen einfach kein Ende. Dann endlich sah ich das hei\u00df ersehnte Schild. Es gab Banane und Cola. Ich wollte anhalten. Hatten meine Beine das nicht begriffen? Anhalten! Die wollten nicht. Es war ein komisches Gef\u00fchl &#8230; die Beine wollten weiter, der Kopf sagte Cola, das Anhalten wurde echt schwierig.<br \/>\nNach Zucker und Koffein f\u00fchlte ich mich wieder besser, die Beine aber waren irgendwie nicht mehr meine. Sie waren schwer, etwas steif, schmerzten &#8230; also entschied ich, auf keinen Fall mehr anzuhalten. Die paar Kilometer mussten sie einfach noch durchhalten. Schlie\u00dflich war ich ja schon fast im Ziel. Was sind schon 7 km.<br \/>\nDie Stimmung nahm nun wieder zu. Immer mehr Zuschauer umrahmten die Laufstrecke. Es gab bereits L\u00e4ufer, die sich unter die Zuschauer gemischt hatten, wohl Halbmarathonis und Staffell\u00e4ufer. Und es gab immer mehr, die den Rest nicht mehr laufend schafften. Andere wiederum erh\u00f6hten das Tempo. Es wurde spannend. Das Ziel r\u00fcckte n\u00e4her. Ich musste etwas zulegen. Unter 4h wollte ich schon ankommen. Das muss noch gehen. Unterschiedliche Gesichter ringsherum. Einige schon l\u00e4chelnd in Erwartung des nahenden Ziels, andere gequ\u00e4lt mit schleppendem Schritt. Gleich, gleich &#8230; Hier gab es einen blauen Teppich zum Ziel. Ich hatte es fast geschafft, nur noch durch das Tor &#8230; hurra \ud83d\ude42 angekommen, geschafft, durchgehalten &#8230; aber fix und fertig. Neben mir erz\u00e4hlte eine L\u00e4uferin ganz aufgeregt, dass das ihr ersten Marathon war. Aber ob sie sich das noch einmal antue, wisse sie noch nicht \ud83d\ude09<br \/>\nIch setzte mich erst mal auf den Boden &#8230; naja, ich versuchte langsam nach unten zu kommen &#8230; streckte die Beine aus und lies erst mal alle Gef\u00fchle aus mir heraus &#8230;<br \/>\nIch war aber nicht die Einzige, die kaputt dasa\u00df. Ringsherum geschaffte L\u00e4ufer &#8230; zwei junge M\u00e4nner neben mir h\u00f6rte ich sagen &#8222;never again&#8220;. Ich musste l\u00e4cheln &#8230; nach 1 bis 2 Tagen sieht man das schon wieder anders \ud83d\ude42<br \/>\nAm Lkw traf ich dann meinen Laufpartner mit seiner Frau. Sie hatten auf mich gewartet. Es war sch\u00f6n, jetzt doch nicht ganz allein zu sein. Er hatte doch noch durchgehalten und den Halbmarathon geschafft und konnte den Zieleinlauf genie\u00dfen. Klasse Leistung \ud83d\ude42 Allerdings konnte er die n\u00e4chsten Tage in Wien nur noch humpelnd erleben.<br \/>\nIm Ziel erfuhr ich dann auch vom tollen Endspurt und Sieg von Anna Hahner \ud83d\ude42<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1503\" alt=\"2014-04-13_Urkunde_Wienmarathon\" src=\"https:\/\/laufkatrinlauf.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/2014-04-13_Urkunde_Wienmarathon.jpg\" width=\"580\" height=\"404\" srcset=\"https:\/\/laufkatrinlauf.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/2014-04-13_Urkunde_Wienmarathon.jpg 580w, https:\/\/laufkatrinlauf.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/2014-04-13_Urkunde_Wienmarathon-300x208.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 580px) 100vw, 580px\" \/><\/p>\n<p><em>Meine 5-km-Zeiten:<\/p>\n<p>KM 5 \/ 00:28:05<br \/>\nKM 10 \/ 00:28:43<br \/>\nKM 15 \/ 00:28:25<br \/>\nKM 20 \/ 00:28:02<br \/>\nKM 25 \/ 00:27:39<br \/>\nKM 30 \/ 00:27:20<br \/>\nKM 35 \/ 00:29:44<br \/>\nKM 40 \/ 00:28:42<br \/>\nKM 42 \/ 00:12:25<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jeder Marathon ist anders &#8230; &#8230; vorher, w\u00e4hrend und nachher &#8230; das wei\u00df ich jetzt auch. 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