{"id":1870,"date":"2014-10-13T16:21:46","date_gmt":"2014-10-13T14:21:46","guid":{"rendered":"http:\/\/laufkatrinlauf.de\/?p=1870"},"modified":"2014-10-19T23:14:52","modified_gmt":"2014-10-19T21:14:52","slug":"12-10-2014-marathon-munchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/laufkatrinlauf.de\/?p=1870","title":{"rendered":"12.10.2014 &#8211; Marathon M\u00fcnchen &#8211; Marathonhoch und Marathonschmerzen"},"content":{"rendered":"<p><em><strong>Marathon mit neuer Erfahrung<\/strong><br \/>\nIch kann nur wieder sagen, jeder Marathon ist anders. Man wei\u00df vorher nie, was passiert.<br \/>\nMein Ziel war zugegeben recht ambitioniert, aber theoretisch machbar. Also lie\u00df ich es so stehen, auch wenn ich mir nach den letzten langen L\u00e4ufen nicht mehr sicher war. Ich verdr\u00e4ngte die Zweifel und baute an meiner Tempoeinteilung. Priorit\u00e4t: erst mal mit 5:25 loslaufen, nicht schneller.<br \/>\nM\u00fcnchen empfing uns mit einer tollen Strecke und perfektem Wetter.<br \/>\nWir waren mit 13 L\u00e4ufern angereist.<br \/>\nAm Abend davor war ich mehr als aufgeregt und etwas schlecht drauf, weil wir alle erst zu sp\u00e4t zur\u00fcck ins Hostel kamen und ich meine Sachen noch vorbereiten musste. Das steigerte wiederum die Nervosit\u00e4t \u2026.<br \/>\nAm Marathontag starteten wir rechtzeitig zum Olympiastadion und genossen schon mal den Blick auf die letzten 300 m, die wir am Ende des Marathons im Stadion laufen durften. Wahnsinn. Die Nervosit\u00e4t lie\u00df noch nicht nach.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/laufkatrinlauf.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/2014-10-12_M\u00fcnchenMarathon-018.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/laufkatrinlauf.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/2014-10-12_M\u00fcnchenMarathon-018.jpg\" alt=\"2014-10-12_M\u00fcnchenMarathon-018\" width=\"560\" height=\"547\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1881\" srcset=\"https:\/\/laufkatrinlauf.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/2014-10-12_M\u00fcnchenMarathon-018.jpg 560w, https:\/\/laufkatrinlauf.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/2014-10-12_M\u00fcnchenMarathon-018-300x293.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 560px) 100vw, 560px\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/laufkatrinlauf.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/2014-10-12_M\u00fcnchenMarathon-030.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/laufkatrinlauf.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/2014-10-12_M\u00fcnchenMarathon-030.png\" alt=\"2014-10-12_M\u00fcnchenMarathon-030\" width=\"560\" height=\"467\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1882\" srcset=\"https:\/\/laufkatrinlauf.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/2014-10-12_M\u00fcnchenMarathon-030.png 560w, https:\/\/laufkatrinlauf.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/2014-10-12_M\u00fcnchenMarathon-030-300x250.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 560px) 100vw, 560px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Dann auf zu Startblock A. Wir durften wegen Meldung bei den deutschen Meisterschaften bei den ganz Schnellen mitstarten. Einerseits f\u00fchlten wir uns etwas fehl am Platz, andererseits war es schon ein tolles Gef\u00fchl. Und noch kein Nachlassen der Aufregung. Das L\u00e4uferfeld wurde immer dichter, die Spannung unter den L\u00e4ufern stieg immer weiter an, der Kommentator putschte die Stimmung noch weiter auf \u2026 und dann wurden wir endlich losgelassen \ud83d\ude09 Hey, Marathon in M\u00fcnchen, angenehme Temperatur, Mordsstimmung &#8211; was sollte da schiefgehen?<br \/>\nAchso, ich wollte langsam starten und sp\u00e4ter steigern. Mhm. Die Garmin kann nicht stimmen, soo schnell laufe ich doch gar nicht. Es \u00fcberholen ja alle. Ich lief locker mit. Es war ganz problemlos. Die Kilometer flogen regelrecht dahin, die ersten km merkte ich gar nicht, bei Kilometerschild 6 war ich \u00fcberrascht, dass ich schon so weit war. Ich flog weiter. Es ging mir gut, die Beine f\u00fchlten sich super an. Das k\u00f6nnte mein Tag werden. Ich fand einen L\u00e4ufer, der wohl mein Tempo lief, quatschte ihn an und meinte, ich muss mich von ihm etwas bremsen lassen. Er meinte auch, er darf nicht zu schnell und ich soll daf\u00fcr ihn bremsen. So verflogen auch die n\u00e4chsten Kilometer. Nur wurde er dann doch immer schneller und lie\u00df sich nicht mehr bremsen. Also lie\u00df ich mich zur\u00fcckfallen \u2026 da war doch irgendwas mit langsam anfangen \u2026 aber es lief soo gut. Schon waren 13 km um. Ich genoss weiter die Strecke, las die Schilder der Fans am Stra\u00dfenrand, beobachtete die anderen L\u00e4ufer \u2026 und schon war ich bei der Halbmarathonmarke mit 1:51:48. Klasse, ich k\u00f6nnte also mein Ziel erreichen. Also einfach so weiterlaufen. Aber so langsam begann ich meine Beine zu sp\u00fcren. Und mein Magen f\u00fchlte sich vernachl\u00e4ssigt. Aber das lie\u00df sich schnell \u00e4ndern. Und ich wusste, dass bei km 28 mein Sohn wartete. Das motivierte mich ein weiteres St\u00fcck.<br \/>\nBis km 29 war es dann nicht mehr so leicht, aber die Zeit war noch immer gut. Ich k\u00f6nnte es schaffen, obwohl mir inzwischen \u00fcbel war und ich nicht sicher war, ob ich noch Gel nehmen sollte oder nicht.<br \/>\nUnd dann der Einbruch. Es begann so langsam nach 30 Kilometern. Meine Oberschenkel begannen zu brennen. Der R\u00fccken beteiligte sich dann auch noch an den Schmerzen \u2026 Ok. Dann mal einen Kilometer langsamer, dann wird es schon wieder gehen. Die Zeit \u2026 naja, vielleicht dann auf 3:45 korrigieren. Erst bei km 33 lief ich wieder schneller. Protest meiner Oberschenkel. Schmerzen wie ich sie noch nicht kannte. Ok. Gehpausen helfen vielleicht. Anfeuerung vom Publikum: Nicht aufgeben, Du hast doch daf\u00fcr trainiert, lauf weiter, du schaffst das! Es half f\u00fcr einen weiteren Kilometer. Und wieder Gehpause. Eine Frau aus dem Publikum ging neben mir her: lauf weiter, los, du kannst noch \u2026 sie lief neben mir, bis ich mich zusammenriss und weiterlief. Und so ging es weiter \u2026 Danke an alle M\u00fcnchner Zuschauer, die mich so toll unterst\u00fctzt, aufgemuntert und motiviert haben, durchzuhalten.<br \/>\nSo schnell wie anfangs die Kilometer vorbeiflogen, so krochen sie jetzt. Ich rechnete immer wieder \u2026 korrigierte die Zielzeit weiter \u2026 irgendwann war klar, dass ich nicht einmal mehr die 4h schaffen w\u00fcrde. Inzwischen hatte ich aber entschieden, wichtig ist durchhalten und angekommen. Ich konnte nicht absch\u00e4tzen, was passieren w\u00fcrde, wenn ich trotz der Schmerzen schneller weiterlaufe. Und andererseits hinderten mich die brennenden Oberschenkel auch daran. Also besser sp\u00e4ter als mit Verletzung den Marathon beenden. Die Zuschauer waren weiter fantastisch. Auch die Helfer an den Verpflegungsstellen hatten immer wieder aufmunternde Worte.<br \/>\nKm 40. Klingt doch gut, gar nicht mehr weit. Aber eigentlich doch. Verdammt weit. Ich schleppte mich weiter. Dann nur noch 1 km. So ein km kann wahnsinnig lang sein, ich wollte nicht mehr. Aber nur noch 1 km. Das muss noch gehen. Endlich kam der Tunnel zum Olympiastadion \ud83d\ude42 G\u00e4nsehaut. Ich war fast da. Gleich bin ich im Ziel. Und dann Einlauf ins Stadion und noch eine dreiviertel Runde zum Ziel. Ich will nicht mehr. Aber hier kann ich doch keine Gehpause machen. Es muss noch gehen. Noch ein St\u00fcck \u2026 und nach unendlich langen 300 m &#8211; Lauf durch das Zieltor. 4:11. Angekommen. Trotz allem total gl\u00fccklich dar\u00fcber, aber fix und fertig.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/laufkatrinlauf.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/2014-10-12_Einlauf-Olympiastadion.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/laufkatrinlauf.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/2014-10-12_Einlauf-Olympiastadion.jpg\" alt=\"2014-10-12_Einlauf Olympiastadion\" width=\"560\" height=\"420\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1876\" srcset=\"https:\/\/laufkatrinlauf.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/2014-10-12_Einlauf-Olympiastadion.jpg 560w, https:\/\/laufkatrinlauf.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/2014-10-12_Einlauf-Olympiastadion-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 560px) 100vw, 560px\" \/><\/a><br \/>\n<strong>Meine Marathonstatistik:<\/strong><\/p>\n<p>3848. Platz von 6202 Marathonl\u00e4ufern gesamt<br \/>\n544. Platz von 1276 Frauen<br \/>\n46. Platz von 136 in der Alterklasse<br \/>\n383. Platz von 418 gesamt bei den Deutschen Meisterschaften<br \/>\n86. Platz von 103 Frauen bei den Deutschen Meisterschaften<br \/>\n16. Platz von 19 in der Altersklasse<br \/>\n1. H\u00e4lfte in 1:51:48<br \/>\n2. H\u00e4lfte in 2:19:12<br \/>\nverbrauchte kcal ca. 2.500 = ca. 5 Tafeln Schokolade<\/p>\n<p><strong>Die Finisherzahlen beim M\u00fcnchen-Marathon mit Teilnehmerrekord:<\/strong><\/p>\n<p>4.926 M\u00e4nner und 1.276 Frauen finishten \u00fcber die Marathondistanz<br \/>\n3.215 M\u00e4nner und 1.449 Frauen liefen die halbe Marathonstrecke<br \/>\n1.734 L\u00e4ufer und 1.543 L\u00e4uferinnen schafften die 10-km-Strecke.<\/p>\n<p><strong>davon vom SV 98\/07 Seckenheim:<\/strong><\/p>\n<p>4 Marathonies<br \/>\n3 Halbmarathonl\u00e4ufer<br \/>\n1 Marathonstaffel mit 4 L\u00e4ufern<br \/>\n2 L\u00e4ufer \u00fcber 10 km<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Marathon mit neuer Erfahrung Ich kann nur wieder sagen, jeder Marathon ist anders. 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