Bellheim – Westheim – Lustadt – Zeiskam – Bellheim – 06.08.2016

33. Bellheimer Sommernachtslauf
Es war tatsächlich ein Sommernachtslauf, bestes Wetter, zum Glück aber nicht so heiß wie im Vorjahr. Wir waren zu Viert angereist, um die 25 km nach 8 Wochen Wettkampfpause in Angriff zu nehmen. Das heißt, Hajo wollte den 10er laufen, aber Drei gegen Einen … er startete dann doch bei den 25ern. Wir waren zeitig da und konnten noch etwas entspannen. Dabei erfuhren wir, dass es – nach 33 Jahren! – gar nicht so einfach ist, den Lauf am Leben zu erhalten. Die vielen Auflagen und Vorschriften und die damit notwendige große Helferzahl machen es immer schwieriger, den Lauf durchzuführen. Also toll, dass es den Sommernachtslauf trotzdem noch gibt 🙂

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Laut Moderator machten sich 712 Läufer auf die Strecke, 222 davon auf die 10er-Distanz.
Ich wollte versuchen, die Vorjahreszeit wieder zu schaffen, Hajo war ja unfreiwillig auf 25er Strecke, also noch ohne Plan und die anderen beiden wollten gemütlich laufen, da die Verletzungen noch nicht ganz ausgeheilt waren. Aber jeder kennt die Läufer 😉 solche Pläne gehen nie auf. Hajo spurtete bereits am Anfang an mir vorbei und war bald nicht mehr zu sehen. Gerhard und Rolf waren letztendlich auch viel früher im Ziel als geplant.
Ich war mir noch nicht sicher, ob die Vorjahreszeit ein realistisches Ziel war, da ich vor zwei Wochen erst wieder so richtig mit dem Training begonnen hatte. Daher hatte ich unterwegs auch ziemlich zu kämpfen. Aber schließlich war es ja auch ein WettKAMPF. Auf alle Fälle genoss ich die Strecke, ausgenommen dem ersten Teil, der sich wie eine Schneckenlinie durch Bellheim zog. Allerdings war die Stimmung hier nicht zu verachten, die Zuschauer gaben sich alle Mühe, uns ordentlich anzufeuern. Aber dann ging es aus dem Ort hinaus auf die lange Gerade nach Westheim. Zwischen den Orten war es immer ruhig, selbst die Läufer waren still. In den Orten dann, es folgten noch Lustadt und Zeiskamp, gab es wieder Stimmung. Die kleinen Grüppchen hatten sich immer was einfallen lassen. Mal war es Powermusik, mal ein Gartenschlauch zum Erfrischen oder Melonenstücke. Kinder halfen eifrig mit, uns mit Getränken zu versorgen.
Als die Strecke dann in westlicher Richtung führte, liefen wir in den Sonnenuntergang mit Blick auf die Pfälzer Berger im Hintergrund. Tolle Kulisse!
Nach einem Kilometer mit Seitenstechen und dann Beinen wie Blei war ich glücklich über die Cola bei km 20. Ich trank gleich zwei Becher und fühlte mich dann besser für die letzten 5 km in Richtung Bellheim. Inzwischen hatte sich das Läuferfeld weit auseinandergezogen. Selbst die kleinen Grüppchen, die vorher zusammen gelaufen waren, waren nun verstreut.
Die letzten Kilometer wollte ich das Tempo etwas anziehen, aber es wollte nicht so richtig klappen. Erst ab Kilometer 24 gelang es mir wieder, unter 5:00 zu laufen. Einen Endspurt schaffte ich ebenfalls noch. Trotzdem überholte mich noch eine Frau 5 m vor dem Ziel.
Mit 2:07:02 Bruttozeit lag ich dann nur eine halbe Minute hinter der Vorjahreszeit, also vollkommen zufrieden 🙂

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