Mit dabei beim 44. GutsMuths-Rennsteiglauf am 21. Mai 2016

Marathon mit Rennsteiglied und Schneewalzer
Nach anstrengender Vorbereitung und großem Respekt vor dem Rennsteiglauf ging es bereits am Vortag nach Thüringen. Wir hatten uns für den „normalen“ Marathon entschieden mit Start in Neuhaus am Rennweg und Ziel Schmiedefeld. Daher holten wir zunächst unsere Unterlagen am Startort, aßen Thüringer Klöße mit Roulade statt Pasta und genossen die tolle Stimmung. Beim Tanz stimmten wir unsere Muskeln schon mal auf den bevorstehenden Lauf ein.
Danach fuhren wir nach Schmiedefeld, um das Auto für den nächsten Tag abzustellen. Hm, man hätte den Parkplatz vorreservieren können, es war bereits alles voll mit Autos, Wohnmobilen, dazwischen Zelte und Grills. Aber wir durften uns dann doch noch ein Plätzchen am Rande suchen.
Am nächsten Morgen mussten wir gegen 5 Uhr aus dem Bett, um dann den Shuttle nach Neuhaus zu erreichen. Die Fahrt zu den verschiedenen Startorten war super organisiert, Shuttlebusse sammelten überall Läufer ein. In Schmiedefeld war dann gleich wieder ordentlich Stimmung, sogar der Grill für die Thüringer Bratwurst wurde schon angeheizt.
Dann ging es zum Startbereich. Vorsichtshalber reihten wir uns weit hinten ein. Ein Hubschrauber kreiste über uns und filmte die großartige Atmosphäre beim Singen des Rennsteigliedes und Schunkeln zum Schneewalzer. Wir freuten uns auf den Startschuss. Stimmung und bestes Rennsteigwetter sorgten dafür, dass wir entspannter losliefen als gedacht. In gemütlichem Tempo trabten wir gemeinsam mit 3.091 Marathonis (690 Frauen und 2.401 Männer) los. Und dann ging es gleich erst mal bergauf. Geübt auf Strecken zum Weißen Stein und auf dem Philosophenweg in Heidelberg ließen wir uns dadurch aber nicht abschrecken.
Nachdem wir zunächst auf Asphalt unterwegs waren, war bald gemütlich vorbei. Der Untergrund wechselte danach ständig, mal stolperte man über Wurzeln, dann wieder über Steine auf den Schotterwegen. An Abwechslung fehlte es da jedenfalls nicht. Freudige Überraschung gab es für mich bei der ersten Getränkestation: es gab hier schon Cola. Die Verpflegung auf der Strecke war ganz anders als gewohnt, nix mit Gels, sondern Obst, Schnittchen mit Käse und Wurst, Haferschleim … ich fühlte mich bestens versorgt, da ich mit den Gels nicht klarkomme. Mein Magen war jedenfalls mit Cola, Haferschleim, Zitronenscheiben und Brot zufrieden.
Die teilweise engen Wege mit vielen Stolperfallen sorgten dafür, dass immer mal wieder jemand stürzte. Bei Kilometer 9,5 war ich dann auch dran. Zum Glück gab es nur ein paar Schrammen und gleich auch hilfreiche Läufer. Okay, damit war aber der Sturz schon mal abgehakt 😉
Nach 18,3 km erreichten wir den Eselsberg bei Masserberg, mit 841,5 m den höchsten Punkt der Marathonstrecke. Wir nahmen uns Zeit, die Atmosphäre hier zu genießen, schlürften Haferschleim, schwatzten mit Zuschauern … der Lauf machte einfach Spaß. Nach der Halbmarathonmarke gab es den ersten Stau. Der enge steile Weg bergab war mit Wurzeln und Steinen gepflastert, so dass einige nur sehr vorsichtig abwärts gingen. Der anspruchsvolle, ständig wechselnde Untergrund der Strecke war eine größere Herausforderung als die Steigungen. Diese hatte ich bisher alle laufend bewältigt und hatte vor, das bis zum Ende auch beizubehalten. Den Erzählungen nach sollte jedoch noch eine „schlimme“ Steigung kommen. Und das irgendwann nach 30 Kilometern, wo der Marathon eigentlich erst losgeht.
Kurz vor km 32 musste ich mein Vorhaben aufgeben, alles bergauf zu laufen und schnaufte gehend mit allen anderen den steinigen Weg bergauf. Durch den ständigen Wechsel von bergauf-bergab konnten sich die müden Muskeln immer wieder erholen, während dann andere gefordert wurden. Die Trails waren auch für Füße und Knie eine extra Herausforderung.
Nachdem auch diese Steigung bewältigt war, gab es einen kurzen Uhrenvergleich … bisher waren wir nicht nach Zeit gelaufen, aber jetzt war das Ziel langsam absehbar. Viereinhalb Stunden wären schon cool. Ich überschlug kurz Strecke und verbliebene Zeit und entschied, ab jetzt etwas mehr Gas zu geben. Vorsichtig legte ich los. Kein Muskel streikte, meinem Magen ging es auch gut, der Haferschleim hat wohl gut gewirkt 😉 Von nun an lief ich durchgängig auch alle Steigungen. Ich freute mich, dass die Kilometer vorbeiflogen, konnte aber auch noch die Stimmung der Zuschauer in mich aufnehmen. Kein abwesendes Schleppen auf den letzten Kilometern wie sonst. Ich war jetzt schon glücklich, obwohl noch gar nicht im Ziel. Und das konnte man nur bergauf erreichen. Das war schon hart, im letzten Kilometer noch mal eine Steigung zu bewältigen … und zu guter Letzt noch eine dreiviertel Runde um den Sportplatz. Geschafft, geschafft … mit hochgerissenen Armen rannte ich durch den Zielbogen. Ich war unheimlich glücklich, den Rennsteiglauf in der Tasche zu haben, und mir ging es danach auch noch so richtig gut.
Alle, die mir zuvor immer wieder vom Rennsteig erzählt hatten, hatten nicht übertrieben. Der Rennsteig hat uns überzeugt, toller Lauf, super Atmosphäre, einmalige Verpflegung, perfekte Organisation, … die Stimmung war einfach phantastisch … vorher, mittendrin und danach.
Danke an alle Organisatoren und Helfer, die dafür gesorgt haben, dass dieser Marathon ein unvergessliches Erlebnis für mich werden konnte.

Gesamtzeit: 4:30:29
Gesamtplatz Frauen: 176
AK-Platz: 41

Erstausstattung zum Rennsteiglauf:
2016-05-21_Erstausstattung_Rennsteiglauf
Es geht los:
2016-05-20_Start_Rennsteiglauf
Höchster Punkt bei 18.3 km erreicht:
2016-05-20_18,3km_Rennsteiglauf
Gepäckaufbewahrung:
2016-05-20_Gepäck_Rennsteiglauf
Zieleinlauf unseres Supermarathonis:
2016-05-21_ZielHarald_Rennsteiglauf
Stimmung nach dem Lauf am Abend:
2016-05-20_Stimmung_Rennsteiglauf

Zum Üben für nächstes Jahr:
Das Rennsteiglied
Ich wandre ja so gerne am Rennsteig durch das Land,
den Beutel auf dem Rücken, die Klampfe in der Hand.
Ich bin ein lustger Wandersmann, so völlig unbeschwert,
mein Lied erklingt durch Busch und Tann, das jeder gerne hört.

Diesen Weg auf den Höhen bin ich oft gegangen
Vöglein sangen Lieder.
Bin ich weit in der Welt, habe ich verlangen,
Thüringer Wald nur nach Dir.

Durch Buchen, Fichten, Tannen so schreit ich in den Tag,
begegne vielen Freunden, sie sind von meinem Schlag.
Ich jodle lustig in das Tal, das Echo bringt’s zurück.
Den Rennsteig gibt’s ja nur einmal und nur ein Wanderglück.

Diesen Weg auf den Höhen bin ich oft gegangen
Vöglein sangen Lieder.
Bin ich weit in der Welt, habe ich verlangen,
Thüringer Wald nur nach Dir.

An silber klaren Bächen sich manches Mühlrad dreht,
da rast ich wenn die Sonne so glutrot untergeht.
Ich bleib, so lang es mir gefällt und ruf es allen zu:
Am schönsten Plätzchen dieser Welt, da find ich meine Ruh.

Diesen Weg auf den Höhen bin ich oft gegangen
Vöglein sangen Lieder.
Bin ich weit in der Welt, habe ich verlangen,
Thüringer Wald nur nach Dir.

Musik: Herbert Roth, Text: Karl Müller
Das Rennsteiglied 1981

2016-05-21_Rennsteiglied

Stimmungshochburg Seggene gab alles

Highlight Dämmer(halb)marathon Mannheim am 14. Mai
Die 21,0975 Kilometer beim Dämmermarathon sollten der letzte längere Trainingslauf vor dem Rennsteiglauf werden. Daher war ich die Tage davor recht entspannt und lies mich auch von den ständig wechselnden (schlechten) Wettermeldungen nicht verrückt machen.
Am Freitag trafen wir uns im Rosengarten zum Abholen der Startunterlagen. Ich war im Startblock A0 – also ganz vorn – eingeordnet. Mhm, einmalige Chance, mal in einem schnellen Feld zu laufen. Aber nein, ich wollte ja entspannt laufen … und sagte das auch jedem (nur keiner glaubte mir).
Am Samstag gab es dann perfektes Laufwetter, kühl, sonnig, wenn auch etwas zu windig. Aber nichts vom gemeldeten Regen zu sehen 🙂 Ich verinnerlichte mir immer wieder, auf keinen Fall zu schnell zu laufen und meine Kräfte für nächste Woche zu schonen.
Mit 18 min Verzögerung kam der Startschuss. Die ersten zwei Kilometer waren dicht gesäumt von Zuschauern, viele Bekannte feuerten hier schon kräftig an. Das Feld lief zügig, ich verlor das Gefühl für mein Tempo und musste mich nach Blick auf die Uhr immer wieder bremsen. Im Gegensatz zu den letzten Jahren konnte ich frei laufen, kein Gedränge, und alle waren flott unterwegs. Dann waren wir Richtung Seggene unterwegs. Ich freute mich schon riesig auf die Runde dort, die immer das absolute Highlight des Mannheimer Dämmermarathons ist. Ich konnte gar nicht erwarten, dort anzukommen und so sah auch mein Tempo aus. Irgendwie klappte es nicht, langsamer zu laufen. Das Feld war flott unterwegs, die Zuschauer heizten uns tüchtig ein, meine Beine liefen automatisch … okay, wenn ich schon mal mit so einem Hochgefühl unterwegs bin, muss ich es eben nutzen. Und schon waren wir in Seckenheim. Immer wieder auch persönliches Anfeuern von Bekannten – wie soll man da langsamer laufen? Ich klatschte mit unzähligen Kindern am Rande ab, die untereinander im Wettbewerb standen, wer die meisten Läufer berührte. Mir ging es gut, ich strahlte, genoss die einmalige Atmosphäre. Und dann auch noch stimmungsvoller Empfang am Stand unseres Vereins SV 98/07 Seckenheim mit Laolawelle. Wer das noch nicht erlebt hat, kann sich nicht vorstellen, wie man dadurch beflügelt wird … durch Seggene wird man regelrecht durch die phantastische Stimmung getragen.
Normalerweise streiken die Beine nach dem schnellen Laufen durch die Seckenheimer Straßen, aber dieses mal fühlte es sich gleichmäßig gut an. Also weiter im Tempo wie bisher. Ein Großteil der Strecke lag auf unseren Trainingsrunden, so dass die Kilometer nur so dahinflogen.
Und schon war die Stadt wieder in Sicht … nur noch 3 km? Unglaublich, das ging so schnell … und immer noch fühlte ich mich erstaunlich gut. Offensichtlich zeigten die anstrengenden Trainingseinheiten ihre Wirkung. Hoffentlich dann auch noch nächste Woche.
Die Runde um den Wasserturm gab ich dann doch Gas und überquerte den Zielbereich mit PB 1:41:28 und damit 2. Platz in meiner Altersklasse.
Es war die bisher beste Streckenführung zum Dämmermarathon, das Wetter hatte es sich kurzfristig überlegt, uns nicht im Stich zu lassen, die Zuschauer waren einmalig toll … da musste ich einfach mit so einem Hochgefühl (oder war es ein runners high?) unterwegs sein.

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Wer schon für den August plant …

Der 33. Bellheimer Sommernachtslauf ist online. Wer mal in den Sonnenuntergang laufen möchte, ist hier richtig. Nach 25 km läuft man in den Ort zurück, der Zieleinlauf ist mit Fackeln gesäumt.
Alternativ kann man aber auch am 10 km-Sommernachtssprint teilnehmen.

Infos hier: 33. Bellheimer Sommernachtslauf
Berichte vom letzten mal: unter Suche nach „Bellheim“

Der Rennsteig rückt näher

Vorletzer Langer Trainingslauf
In 3 Wochen sind wir bereits auf dem Rennsteig unterwegs. Ich hoffe, wir sind gut vorbereitet.
Heute gab es noch einmal 26 km mit 850 hm. Mehr schafften wir einfach nicht. Der Halbmarathon von letzter Woche steckte noch in den Beinen. Aber bei perfektem Laufwetter durch den Wald war es ein wunderschöner Lauf: Große Runde mit Start in Dossenheim Nähe Schauenburg – Schriesheim – Weites Tal – Eichelberg – Wilhemlsfeld – Teltschikturm – Weißer Stein – Dossenheim. Am Teltschikturm gab es zusätzlich einen Treppenlauf für uns: 192 Stufen aufwärts. Von 529,5 hm ging es bis zur Aussichtsplattform noch einmal 36 m höher. Von oben konnten wir dann das nächste Ziel – Weißer Stein – sehen.
Unterwegs entdeckten wir wieder neue Wege, lange Läufe sind immer spannend 🙂

SAS Halbmarathon Heidelberg am 24.04.2016

2016-04-24_Strecke2016-04-24_Höhenprofil
… so sah der heutige Lauf aus. Es war ein wunderschöner Halbmarathon – klasse Strecke, alles sehr gut organisiert und begeistertes Publikum.
Ich hatte mir vorgenommen, zügig, aber nicht volles Tempo zu laufen. Und das hat funktioniert. Von Anfang bis Ende habe ich mich gut gefühlt, auf die Steigungen habe ich mich sogar gefreut, die liegen mir mehr als das Bergablaufen.
Mit der Endzeit 1:52:55 (Ø Pace 5:13) bin ich sehr zufrieden, vor allem, weil ich keinerlei Probleme wie sonst hatte. Es war nur einfach toll 🙂

Mein längster Trainingslauf

Einmal Weißer Stein und zurück
Da müssen wir hin:
2016-04-17_Blick Weißer Stein
35 km in 3:42:20 mit 548 m positivem Höhenunterschied … der Lauf von Seckenheim zum Weißen Stein war sehr schön, bergauf fühlte ich mich super … bergab mag ich aber gar nicht. Die letzten 10 km waren sehr anstrengend und die Regeneration dauerte eine Weile. Am Dienstag war dann nur gemütliches Training möglich, an Tempo war nicht zu denken. Allerdings ging dem langen Lauf auch ein langer Tanzabend voraus, ich darf also durchaus k.o. sein 😉
Nun bin ich auf den HM am Sonntag in Heidelberg gespannt, die Strecke ist sehr schön, aber das Wetter will nicht mitspielen …
2016-04-17_35km-Lauf
2016-04-17_35km-Lauf_Profil

Löwenlauf 2016 im Zoo Heidelberg

Spendenlauf für ein neues Löwengehege
Während andere noch im kuscheligen Bett lagen, waren wir bereits unterwegs zum Zoo in Heidelberg. Unsere bunte Truppe ging an den Start beim Löwenspendenlauf. Die Spenden kommen einem neuen Löwengehege zugute, das den Löwen in Heidelberg optimale Lebensbedingungen bieten soll. Das Gehege wird vergrößert und es soll ein hautnahes Safarigefühl durch einen Geländewagen geben, der zur Hälfte innerhalb des Geheges stehen wird.
Aber nun zum Lauf. Wir bekamen zunächst eine Tüte mit unserer Startnummer, Informationen zum neuen Löwengehege, ein schickes Laufshirt mit Löwenkopf, Eintrittskarte … Gestartet wurde am Löwengehege, das auch wieder Ziel unseres Laufes war. Wahlweise konnten eine Runde, zwei oder drei Runden zu á 3050 m gelaufen werden.
2016-04-10_Löswenlauf1
Die Strecke führte zunächst durch den Zoo, dann um den Zoo herum und zum Ende jeder Runde wieder durch den Zoo. Alles war sehr gut organisiert, an jeder Ecke standen freundliche Helfer, damit keiner die Strecke verfehlen konnte.
Auf alle Fälle war es ein tolles Erlebnis, unterstützt von einer strahlenden Sonne.
Jeder Teilnehmer bekam nach Zieleinlauf eine Urkunde und eine Medaille.
Nach dem Lauf blieb noch Zeit, uns ein bisschen im Zoo umzuschauen und die Fütterung der Seelöwen zu erleben, die allerlei Aufgaben bekamen, bevor sie sich ihren Fisch verdienten.
Leider waren zur eigentlichen Siegerehrung die Ergebnisse noch nicht bekannt, so dass wir noch gespannt auf unsere Zeiten warten.
Aber sollte es nächstes Jahr wieder einen Lauf durch den Zoo geben, sind wir auf alle Fälle mit dabei.

2016-04-10_Löswenlauf2

Die Motivation kommt zurück

… Nach dem Marathon in Kandel war meine Lauflust etwas abgeschwächt, ich merkte bei jedem Training noch den anstregenden Lauf in den Beinen. Aber seit dieser Woche scheint es wieder aufwärts zu gehen und sofort ist die Motivation wieder groß 🙂 Die Intervalle diese Woche (6 x 1000 m) und Pyramide (2 x 1-2-4-2-1 min) liefen ohne Probleme.
Heute ging es wieder bergauf und bergab, für den HM in Heidelberg und den Rennsteig ist ja noch einiges zu tun. Unterwegs hatten wir einen Abzweig verpasst, so dass es am Ende 26,81 km mit 868 hm auf der Garmin waren.
2016-04-09_Lauf_Schriesheim2016-04-09_Lauf_Schriesheim_
Und das hier nach 26 km:
2016-04-09_Lauf_Schriesheim_Treppe
Ob ich dann morgen den Löwenlauf noch schaffe …

Endlich wieder Höhenmeter

Der Rennsteigmarathon kommt immer näher, nun brauchen wir ein paar Höhenmeter im Training. Daher ging es gestern auf eine hügelige Runde von Schriesheim Richtung Eichelberg.
Der Eichelberg, 524,9 m ü.NN, liegt zwischen Weinheim-Oberflockenbach im Nordnordwesten, Heiligkreuzsteinach-Lampenhain im Osten, Schriesheim-Altenbach im Süden und Schriesheim-Ursenbach im Westsüdwesten.
2016-04-03_Laufstrecke
Am Morgen war es noch schön ruhig, den ersten, den wir trafen, war ein Feuersalamander. Er saß zunächst so ruhig, dass ich dachte, jemand hätte ein Gummitier auf den Weg gesetzt.
2016-04-03_Salamander
Nach der ersten Runde um den Eichelberg wurde es dann lebhafter auf den Wegen, Wanderer und Radfahrer waren aufgewacht. In der nächsten Runde liefen wir auf den Gipfel vom Eichelberg zur Mannheimer Hütte. Inzwischen aber nicht mehr ganz locker, die Höhenmeter machten sich in den Oberschenkeln bemerkbar. Am Eichelbergturm spendierte uns ein netter Fahrradfahrer eine Cola, da wir kein Geld bei uns hatten.
Danach ging es auf den Rückweg. Der Lauf bergab beanspruchte die Beine aber ebenfalls. Inzwischen hat sich ein ordentlicher Muskelkater entwickelt. Es war ein schöner Lauf, der Frühling war inzwischen überall zu sehen.
Wir schafften 22,5 km in 2,5 h mit 678 Höhenmeter.

Bienwald-Marathon Kandel 13.03.2016

Mein 7. Marathon

Ich war die ganze Woche recht entspannt, auch am Vortag machte ich mir keine größeren Sorgen. Aber woher die Beine wissen, dass es bald losgeht … erst begannen die Oberschenkel zu schmerzen und Samstag nachmittag dann auch noch die Waden zu brennen. Aber das kennt wohl jeder. Irgendwelche „Phantomschmerzen“ gibt es immer vor dem Marathon …
Sonntag früh war dann alles wieder okay. Mit 61 Stunden Training und 612 Trainingskilometern in den Beinen ging es dann los.
6 Uhr Frühstück, 7:30 Uhr Abfahrt, 10 Uhr Start in Kandel mit 505 weiteren Marathonläufern und 1267 Halbmarathonläufern. Es war recht kühl und etwas windig. Ob die Sonne uns begleiten würde, war noch nicht zu sehen. Vom SV 98/07 Seckenheim starteten wir zu Fünft, alle mit Ziel unter 4 Stunden zu finishen.

2016-03-13_Bienwald-Marathon
Eine Lauffreundin war ebenfalls angereist, um den HM zu laufen. Sie wollte uns dann im Ziel mit unseren Medaillen empfangen 🙂
2016-03-13_Bienwald-Marathon2
Wir waren alle guter Stimmung und liefen gemeinsam los. Bereits nach 1 km schon schneller als geplant. Den ersten Teil liefen wir noch gemeinsam mit den Halbmarathonis. Nachdem diese wendeten, wurde es ruhig und es ging für die Marathonis etwas entspannter weiter. Das Feld war nun stark aufgelockert, die meisten liefen in Grüppchen, so wie wir. Bei Kilometer 16 und 19 (gleich 2x wegen Wende) brachte uns eine Band so richtig in Stimmung. Uns ging es gut, noch strahlten wir.
Nach der Hälfte der Strecke gab es wieder einen Abzeig in den Wald hinein, mit Wende bei km 26. Nach 32 Kilometer waren wir dann zurück auf der Hauptstrecke und dachten nur noch an das Ziel. Rolf und ich hatten inzwischen brennende Beine. Gerhard hatte sich gelöst und lief nun 100 m vor uns. Der Kampf der letzten 10 km begann. Ich dachte nur noch von Kilometer zu Kilometer. Ich wollte nicht mehr. Aber Aufgeben war keine Option. Also wie immer – und es geht doch noch irgendwie. Ich heftete mich mit den Augen an Gerhard vor mir und versuchte, den Abstand nicht zu groß werden zu lassen.
Insgesamt wurden die Abstände zwischen einzelnen Läufern immer größer, die letzten Kilometer kämpfte jeder für sich allein … und dann auch noch mit kaltem Gegenwind. Aber bald … das Stadion kam in Sicht. Der Weg am Stadion entlang und dann noch eine dreiviertel Rund auf der Laufbahn … endlos … und endlich das Ziel erreicht. Ich war erledigt, die nächsten 10 min ging gar nichts mehr. Aber mit 3:55:12 Netto-Zielzeit ist irgendwann alles egal. Gerhard war schon im Ziel, bald folgten auch Rolf mit Andreas und auch Harald noch unter 4 h. Alle kaputt und glücklich.
Der Lauf war gar nicht so einsam wie erwartet, es war ein aufgelockertes Feld, daher angenehm zu laufen. Für mich war es etwas zu kalt – wie die Dusche danach. Leider gab es bei den Frauen keine heiße Dusche, auf die ich mich so gefreut hatte. Aber die habe ich dann zu Hause nachgeholt.
Der schnellste Läufer heute schaffte die Strecke in 2:30:49, die schnellste Frau in 2:58:53. Von 96 Frauen beim Marathon liefen 24 unter 3:30! In meiner Altersklasse kam die Schnellste nach 3:18:12 ins Ziel.