Haldenmohikaner – Mein erster – ungeplanter – Ultra :)

Vor zwei Jahren hatten wir uns für den „Letzten Mohikaner“ im Saarland (Quierschied) angemeldet. Ein besonderer Lauf: Es werden Runden zu 6,25 km mit je 215 Höhenmetern um und auf die Göttelborner Halde gelaufen. Gestartet wird zu jeder vollen Stunde zur nächsten Runde. Der und die „letzte MohinkanerIn“ sind, die die meisten Runden laufen …

Nach coronabedingten Verschiebungen des Laufes war nun am 2. Oktober ein Ausweichtermin. Das Auf und Ab hatten wir an den Wochenenden davor trainiert, aber so richtig hatten wir keine Vorstellung, wie lange wir durchhalten würden. Die Marathonkilometer zu schaffen wäre cool, aber da gibt es ja noch die sich summierenden Höhenmeter …

Samstag früh ging es also auf zur Göttelborner Halde. Das ehemalige Bergbaugebiet ist jetzt ein beliebtes Naherholungsgebiet. Wir waren gespannt auf den Lauf, die Strecke, die Organisation …

Ausgerüstet mit Klappstühlen und mehreren Wechselshirts kamen wir am Startpunkt an. Die Teilnehmerzahl war übersichtlich, die Atmosphäre entspannt. Die BewerberInnen auf den/die letzte MohikanerIn drehten bereits seit Freitagabend ihre Runden. Als wir ankamen, durchquerte gerade ein Teilnehmer mit 100 km in den Beinen den Zielbogen. Wahnsinn!

Die Zielgerade.
Die Sonnenblume hat es auch geschafft …

Um 10 Uhr ging es für uns auf die Strecke. Noch waren wir nicht sicher, wieviele Runden wir durchhalten würden … Also die erste Runde zum Schnuppern. Es war aufregend. Nach dem ersten Anstieg dann ein toller Ausblick auf den Haldensee und die gesamte Gegend. Bergab zum See, nach ca. 12 min am See entlang in den Wald, dann wieder Anstieg. Wir vertrauten auf die erfahrenen Haldenläufer und spazierten an den Anstiegen. Für die Runde gab es ja eine Stunde Zeit, also kein Problem. Nachdem es wieder flacher wurde, ein kurzer Lauf, dann Anstieg, weiter Anstieg, zwischendurch recht steil … ein Stück um die Halde herum laufen, ein Stück wieder durch Wald … Singletrail … Wurzeln. Hochachtung vor den Läufern, die hier nachts unterwegs waren, da ist ständig Konzentration angesagt.

Nach einem kurzen Waldstück ging es scharf links nach oben zur höchsten Stelle. Dort kamen wir in den meisten Runden nach ca. 32 min an. Nach einem Stück flacher Strecke auf der Höhe konnte man sich wieder bergab erholen, danach ein Stück Straße leicht ansteigend, über die Brücke in Richtung Ziel, Zielgerade … nach ca. 42 min war für uns die erste Runde geschafft. Pause. Bis zur vollen Stunde hatten wir nun Zeit, das reichhaltige Verpflegungsangebot zu nutzen 🙂

Die dritte Runde, am höchsten Punkt.

11 Uhr ging es auf zur zweiten Runde. So nach und nach kannte man die Mitläufer ringsherum. Nach der vierten Runde ließen wir uns überzeugen, 8 Runden in Angriff zu nehmen. Noch ging es uns gut, auch wenn wir so langsam die Oberschenkel spürten. Wir liefen die Runden recht gleichmäßig und waren zuversichtlich. Die Pausen waren angenehm, trinken, trinken, essen, essen …

Der Start zur 6. Runde wurde dann schon schwer. Allgemeines Stöhnen nach dem Startschuss. Die Beine mussten erst überzeugt werden, dass es weitergeht. Aber es ging weiter, erstaunlich. Die 7. Runde fühlte sich für mich am Schwersten an. Danach auf zur letzten Runde. Ich war glücklich, die letzte Runde, noch mal die Aussichten genießen. Unterwegs haben wir viel gequatscht, alle waren gut drauf vor Glück, dass es die letzte Runde war – zumindest für die 50er – und dass sie durchgehalten hatten.

Strahlend liefen wir ins Ziel.

Erst nach einem Schwätzchen mit den Organisatoren wurde mir bewusst, dass ich meinen ersten Ultra geschafft hatte. Gehofft hatte ich, einen Marathon zu schaffen, nun war es ein Ultra 🙂

Ich war total zufrieden. Durchgeschwitzt und mit schwarzen Haldenstaub an den Beinen ging es auf den Heimweg.

Ein toller Tag, sehr empfehlenswerter Lauf, lauter nette Läufer und eine super Organisation. Danke an alle, die geholfen haben, das Event für uns zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen 🙂

Geschafft :)) 8 Runden – 50 km – 1.720 hm.

Übrigens: es gab dieses mal Streckenrekorde. Der Sieger hielt 30 Runden durch. Das sind 187,5 km und 6.450 hm. Die letzte Mohikanerin stellte einen Frauenrekord mit 168,75 km und 5.805 hm auf. Tolle Leistungen!
https://www.hartfuessler.de/

Ergebnisse: https://my.raceresult.com/140924/results

Mein tägliches Hula Hoop

Der Start: Reifenkauf und erste Versuche

Mein Reifen ist nun täglich in Aktion. Es klappt immer besser, die Kondition ist auch kein Problem mehr. Die hektischen Schwünge sind nun gemütlichen Drehungen gewichen. Von einer Minute habe ich mich inzwischen auf 15 Minuten gesteigert. Die Stellen, an denen der Reifen wiederholt den Körper berührte, schmerzten die ersten Tage wie bei blauen Flecken.

Nach einer viertel Stunde Reifen schwingen wird es aber langweilig, selbst im Garten gibt es dann nichts mehr Spannendes zu sehen …
Da der Hula Hoop nun länger an meiner Hüfte kreist, klappt es jetzt auch in der Wohnung. Da ist es mit Abwechslung einfacher, vor dem TV oder Hörbuch hören … Nach dem gemütlichen hullern gibt es immer einen „Endspurt“, dann schwinge ich schnellstmöglich meine Hüften. Kilos und Hüftumfang habe ich am Starttag notiert … ich bin gespannt, wie lange es bis zu sichtbaren Ergebnissen dauert 😉
Die neue Herausforderung ist nun der Richtungswechsel. Das will noch nicht so richtig klappen.

Ob ich den „richtigen“ Hula Hoop gekauft habe … ich hatte mich für den Gotem Hula Hoop entschieden. Er besteht aus 8 Segmenten, hat im Innenkreis Wellendesign und ist mit weichem Schaumstoff ummantelt. Die Anzahl der benötigten Segmente hängt von Größe und Gewicht ab. Ich komme mit dem Reifen gut zurecht, aber so gut wie beschrieben ist er nicht. Er verformt sich beim Üben, während andere Reifen stabil bleiben. Die Segmente lassen sich nur schwer auseinandernehmen und der Schaumstoff hat die ersten kleinen Risse, obwohl der Reifen auch für den Außenbereich geeignet sein soll. Nun hoffe ich, dass er trotz allem lange genug hält.

Laufen und Hula Hoop?

Überall liest man inzwischen von Hula Hoop bzw. Hooping und angeblicher Gewichtsreduktion durch das Training. Die Coronazeit hat auch bei mir so in der Mitte des Körpers Spuren hinterlassen. Trotz Marathontraining wollten die nicht verschwinden. Klar, weniger essen hilft. Aber mir fällt es leichter, mehr Sport zu machen als auf leckere Sachen zu verzichten …

Also warum nicht mal den gegenwärtigen Trend ausprobieren. Alternatives Training neben dem Laufen ist immer gut 🙂 Vielleicht wird auch die Hüfte dabei etwas beweglicher, was die Tanzlehrerin sicher freuen würde 😉

Da ich gern Neues ausprobiere, habe ich also voller Tatendrang im Netz rumgesucht, um einen für mich passenden Reifen zu finden. Das erwies sich als gar nicht so einfach, alleine die Preisunterschiede sind enorm. Letztendlich entschied ich mich für einen Reifen, von dem ich annahm, dass er zu mir passt. Er soll für Anfänger geeignet sein, besteht aus 8 Steckelementen (also reisefähig), ist weich gepolstert und wiegt 1,2 kg.

Am 25.05.2021 kam der Reifen bei mir an. Ein erster Test: enttäuschend. Ich hatte den Dreh nicht raus, der Reifen landete auf dem Boden, wie bei allen weiteren Versuchen am ersten Tag.

Die nächsten Tage versuchte ich es – zugegeben etwas halbherzig – immer wieder. Ohne Erfolg. Mal kreiste der Reifen eine Runde mehr, mal weniger. Aber so richtig in Schwung brachte ich ihn nicht 🙁 Da ich in meiner Kindheit nie gehullert hatte, gab es auch keine Erinnerungen, wie ich es anstellen sollte.

Nach ein paar Tagen Pause und einigen Erläuterungen aus einer Zeitschrift schnappte ich mir den Hula Hoop-Reifen erneut, stellte mich in den Garten und legte einfach los. Unglaublich, auf einmal klappt es, zunächst eine Minute, aber der Reifen rotierte um meine Hüfte, wie er sollte. Ich war begeistert 🙂

Nun gab es ein weiteres Problem. Als Marathonläuferin dachte ich natürlich, meine Kondition sei top. Tja, beim hullern wohl nicht, der wiederholte Hüftschwung wurde richtig anstrengend. Aber der Ehrgeiz war groß. Mein Vorhaben nun: täglich gleich am Morgen raus in den Garten und den Reifen kreisen lassen. Los geht’s ….

Ersatz-Dämmermarathon

Anreise:

Heute, am 08. Mai 2021, würde normalerweise der Mannheimer Dämmermarathon stattfinden. Für unseren Lauftreff immer ein großes Event nach Wochen harten Trainings. Nun muss leider schon das zweite Jahr jeder für sich laufen.
09:04 Uhr starteten wir für verschiedene Streckenlängen, jeder für sich oder zu zweit. Endlich ging es los, bei mir nach 16 Wochen Training für den Marathon.

Kurz vor dem Start, eine Verpflegungsstation hatten wir uns auch aufgebaut.

In den nächsten 4 Stunden waren wir auf den Feldwegen zwischen Umgehungsstraße, Maimarkt und SAP unterwegs. Später stiegen noch weitere Läufer ein. So wurde sogar der Marathon recht kurzweilig. Immer wieder begegnete man einem Lauftreffler – jedes mal ein kleines Highlight nach so langer Zeit einsamer Läufe. Sogar Pacemaker stellten sich zur Verfügung 🙂

Pause:

Nur leider, leider war keiner mehr da, als die 30er Kilometer kamen. So viel Training und trotzdem wird es nach der 30 hart … Die letzten drei Kilometer wollte ich dann nicht mehr weiter. Die Zeit wurde knapp für mein 4-Stunden-Ziel, die Beine gehorchten kaum noch … Also das Ziel ins Visier nehmen und Stück für Stück … ich wusste ja, dass ich es schaffe, nur Tempo ging nicht mehr. Schleppend aber wieder einmal glücklich konnte ich dann endlich meine Uhr stoppen. 4 Stunden und eine Minute 🙂


Der Ersatz-Marathon war letztendlich ein voller Erfolg, wir hatten Spaß und jeder freute sich über das Erreichen seines Zieles. Die Schmerzen sind schnell vergessen …

Wie war das Laufjahr 2020?

2020 war coronabedingt ein sehr ruhiges Wettkampfjahr. Ich nahm an einem einzigen „richtigen“ Wettkampf – den Herbstlauf in Feudenheim – teil.

Trotzdem sammelte ich mehr Laufkilometer als gedacht:
Gesamtstrecke 2020: 2.099 km
Aktivitäten: 192
Gesamtzeit der Aktivitäten: 229 h

Im Vergleich zu den Jahren davor gar nicht so schlecht:

ZeitraumAktivitätenGesamtstreckeGesamtzeitPos. Höhenunterschied
20122541.417,46 km150 h1.270 m
20132642.377,37 km255 h14.779 m
20142032.187,39 km243 h12.408 m
20152012.385,21 km258 h14.283 m
20161892.498,84 km272 h13.909 m
20172012.047,99 km229 h9.738 m
20181711.623,53 km188 h11.315 m
20192022.097,37 km236 h13.919 m
20201922.099,04 km229 h17.680 m
Gesamt1.89218.892,42 km2081 h110.434 m

Wenn es draußen mal zu kalt und nass ist

03.12.2020
Zwar gibt es kein schlechtes Wetter zum Laufen, wie jeder weiß, trotzdem fällt es manchmal einfach schwer, sich freiwillig Regen und Kälte auszusetzen. Damit das schlechte Gewissen dann nicht die Oberhand bekommt, gibt es viele Alternativen für zu Hause.
Hier ein Teil meiner Sammlung:

Natürlich gibt es viele Übungen, die man ohne Hilfsmittel durchführen kann. Ich nutze aber gerne meine kleinen Helfer, da sie für Abwechslung sorgen. Diese erhält man bei jedem Sporthändler, z. B. hier.
Übungen bekommt man meist als Poster mitgeliefert.
Als erstes ist bei mir immer eine Black-Roll in Aktion – ob vor dem Laufen oder vor der Gymnastik. Mit schnellen kurzen Rollen von Beinen und Armen wird der Körper aktiviert.
Den Stepper nutze ich für Übungen, die man auch an einer Treppe absolvieren kann: Mit den Fußballen am Rand vom Stepper stehen und die Fersen nach unten drücken. Eine andere tolle Übung ist: seitlich mit einem Bein auf den Stepper stellen, das andere Bein „hängt“ in der Luft. Dann aus der Hüfte heraus das „lose“ Bein heben und senken. Bei Aerobic-Übungen kommt es darauf an, wer darunter wohnt 😉

Abends beim Fernsehen nutze ich gerne meine kleinen Balance-Boards von Tchibo. Sie sind vielseitig einsetzbar zum Trainieren von Kraft, Koordination und Gleichgewicht. Anfangs habe ich nur geübt, das Gleichgewicht zu halten. Inzwischen ist das kein Problem mehr 🙂 Wer einen höhenverstellbaren Schreibtisch hat, kann sich auch auf die Balance-Boards an den Schreibtisch stellen. Auch erschwerte Liegestütze sind mit den kleinen Boards möglich.
Es gibt außerdem größere Balance-Boards, auf denen man mit beiden Füßen steht oder Balance-Bälle mit Griffen zum Koordinationstraining.
Damit erreicht man die tiefere Muskulatur, kräftigt seine Körpermitte und kann die Gelenke stärken. Also auf alle Fälle super auch zur Verletzungsprofilaxe.
Auf vielen websites gibt es zu den Produkten auch Beispiele für Übungen oder sogar Videos. Sicherlich wird da jeder etwas Passendes finden, um sein Training abwechslungsreich zu gestalten. Schließlich will man ja nicht die Lust verlieren.

Alternatives „Training“

Nicht immer klappt es, sich zum Laufen zu motivieren. Besonders schwer fällt es, wenn es draußen kalt, dunkel oder nass ist. Dann hilft es, sich selbst eine Belohnung zu gönnen, wenn man den Lauf trotzdem geschafft hat. Nicht immer ist das bei mir Schokolade 😉 Ich freue mich zum Beispiel nach einem ungemütlichen Regenlauf auf ein schönes heißes Bad. Schon die Vorstellung daran macht den Lauf angenehmer.
Sollte es trotzdem nicht klappen, den Kopf zu überzeugen – es gibt ja auch noch viele tolle Bücher, aus denen man sich neue Ideen und Antrieb holen kann. Im Laufe der Jahre hat sich das alles bei mir angesammelt:

Herbstlauf mit Einschränkungen

17.10.2020
Es ist schon Oktober und wir warteten aufgeregt auf unseren ersten und einzigen Wettkampf in diesem verrückten Jahr. Zum Glück hatten die Feudenheimer ein tolles Konzept, so dass der 29. Herbstlauf stattfinden durfte.
Bis zum Start waren alle mit Maske ausgestattet, es gab weniger Teilnehmer und die Verpflegung war ebenfalls eingeschränkt. Für uns war nur wichtig – endlich mal wieder mit anderen messen und den eigenen Fitnessstand herausfinden.
Der Start erfolgte in 2er-Gruppen aller 4 Sekunden. Die Strecke war nur unwesentlich verändert, so dass es 10,2 km wurden (angezeigt bei mir: 10,37 km). Die „beliebten“ Brückenüberquerungen blieben natürlich.
Es war richtig schwer, sich ein Zeitziel zu setzen. So ganz ohne Anhaltspunkte in diesem Jahr … mir war nur klar, die alten Zeiten sind im Moment nicht zu schaffen. Zu wenig Tempoeinheiten und nur 3 Läufe pro Woche …
Ich ging aufgeregt an den Start, endlich mal wieder … und lief freudig los. Die Ersten waren schon längst außer Sichtweite und überholten mich schon Ende der zweiten Runde, während ich mit starken Seitenstechen kämpfte. Tja, da fehlte wohl das Tempotraining.
Nach 00:50:43 min rannte ich durch das Zieltor. Die 10er-Zeit war 00:49:14.
Unter den Umständen war ich damit sehr zufrieden, zeigt aber, dass für bessere Zeiten auch gezielteres Training wichtig ist. Aber in diesem Jahr ist das egal.

Hoch auf die Lausche

11.10.2020
Es ist wohl Ewigkeiten her, dass ich auf dem Gipfel der Lausche gestanden habe – dem höchsten Berg im Zittauer Gebirge mit 793 m. Also durfte ein Berglauf beim Kurzurlaub nicht fehlen. Start war in Großschönau auf ca. 300 m Höhe. Die ersten Kilometer ging es gemütlich los. Nach einer halben Stunde begann dann der Anstieg für ca. eine weitere halbe Stunde. Danach auf dem Kammweg, entlang der Tschechischen Grenze, wurde es wieder entspannter. Dafür hatten es die letzten 800 m in sich. Es ging steil nach oben auf einem steinigen schmalen Weg. Am Gipfel wurde wir dafür mit einer tollen Aussicht belohnt.

Der Rückweg war dann eher ein Sightseeing-Lauf.

Nach knapp 18 km erreichten wir wieder unseren Ausgangspunkt. Eine sehr schöne Runde – und wenn man wenig Zeit hat, ist so ein Rundlauf genau richtig.

Solo-Marathon

Im Laufe der Woche hatten wir uns nun entschieden, tatsächlich den Marathon zu laufen. Nur wurde es kein Dämmermarathon, sondern wir starteten am Morgen. Aus dem Lauftreff waren im Laufe des Tages einige unterwegs … 5 km, 10 km, run & bike, HM und M … Wir hatten sogar in einem Garten eine Verpflegungsstation aufgebaut, an der wir immer wieder vorbeiliefen.

Am Start in Seckenheim, Zähringer Straße

Ich hatte Glück, zur Unterstützung startete eine Lauftrefflerin mit mir gemeinsam … aus geplanten 15 km bei ihr wurden es am Ende 30 km. Schön für mich, da war ich doch nicht so ganz alleine unterwegs. Danach gab es sogar Ablösung und ich bekam Fahrradbegleitung.

Mein Plan war, in 4 Stunden den Marathon zu laufen, aber schon bald merkte ich, dass mir die Motivation fehlte, das Tempo zu erhöhen. Keine Läufer vor mir, an die ich mich dranhängen konnte, keine Anfeuerung durch Zuschauergruppen am Rand … irgendwie fehlte das alles. Also hieß es, „einfach“ nur durchhalten.

Obwohl ich langsamer als sonst beim Marathon unterwegs war, stöhnte ich die letzten Kilometer immer mehr. Marathon ist Marathon … Nach 4 h 18 min konnte ich endlich meine Uhr stoppen – natürlich überglücklich, dass ich 42,2 km durchgehalten hatte.

Am Nachmittag war die Anstrengung in den Beinen noch sehr zu spüren. Am nächsten Tag ging es mir aber schon wieder gut 🙂