Bestes Herbstwetter beim 35. mainova Frankfurt Marathon

Toller Abschluss der Laufsaison
Nach 8wöchigem harten Training erwarteten uns zum Marathon in Frankfurt perfekte Laufbedingungen: kühl, Sonnenschein und kein Wind. Ich hatte die letzten Tage noch immer mit meinen Zweifeln zu kämpfen. Plan A war 3:40 und Plan B unter 3:45 zu laufen. Aber irgendwie konnte ich es mir nicht so richtig vorstellen, über 42,1951 km eine Pace von 5:13 bis 5:20 zu halten, Verpflegungsstellen und andere Stopps noch nicht einmal berücksichtigt. Der Kopf ist aber unheimlich wichtig beim Marathon. Also dachte ich an die schnellen Einheiten beim Training, die letzten Läufe, bei denen ich doch fit war. Klar, die Zeit war zu schaffen. Also auf in den Kampf.
Zu dritt vertraten wir unseren Lauftreff, jeder mit anderen Zeitplänen. Deshalb liefen wir auch von Anfang an getrennt, jeder nach seinem Plan. Gerhard und ich starteten bereits mit der ersten Welle bei den Deutschen Meisterschaften – also umgeben von vielen sehr schnellen Läufern. Das erschwerte einerseits die ersten Kilometer, da man sich einfach in einem zu schnellen Tempo mitziehen lässt, machte es andererseits aber auch leichter, im Feld zügig mitzulaufen. Vorsichtshalber schaute ich also mehr auf die Garmin als gewöhnlich, um ggf. zu bremsen. Ich hatte dieses mal aber recht schnell meinen Lauf gefunden und freute mich auf die Strecke. Ich checkte meinen Körper – alles war bereit für die Herausforderung.
Überrascht registrierte ich, wie schnell die Kilometer vorbeiflogen und nahm es als ein gutes Zeichen. Nach 51 min hatte ich 10 km geschafft. Meinem Plan war ich damit schon ein bisschen näher. Dieses mal versäumte ich es auch nicht, Gel und Salztabletten zu schlucken. Ich wollte sichergehen, dass nichts schiefläuft. Nach 15 Kilometern begannen jedoch schon die Schmerzen auf den Oberschenkelrückseiten, die sich nach oben zogen. Das kannte ich bereits aus dem Training und sagte mir, ich habe trainiert, damit klarzukommen. Ich schaff das.
Die Halbmarathonmarke überquerte ich nach 1:48:57. Besser konnte es nicht laufen. Auch mein Kopf spielte mit. Es kamen keinerlei negative Gedanken wie „warum tue ich das“ und ähnliches. Ich war durchweg auf mein Ziel fokussiert, stellte mir den Zieleinlauf vor, lächelte und weiter ging es. Noch immer konnte ich alles um mich herum aufnehmen, die vielen Zuschauer, die in unterschiedlichen Sprachen anfeuerten. Aufgrund des aufgedruckten Namens auf der Startnummer waren die Rufe auch oft persönlich. Also tolle Motivation. Die Mitläufer beobachten lenkt auch etwas ab. So wunderte ich mich über Läufer, die einen Gurt voller Gels mit sich schleppten, die bei jedem Schritt einen Salto machten. Allein das Zuschauen fand ich störend 😉 Andere liefen kostümiert und das auch noch schnell. Sicher auch nicht so einfach. Wiederum andere schafften es bei dem Tempo noch, sich zu unterhalten, hatten also noch Reserven.
Abwechslungsreich war auch das Programm an der Strecke. Immer wieder gab es Musik oder Moderatoren, die uns noch einmal ordentlich für den Rest der Strecke motivierten.
Inzwischen hatte ich etwas Tempo rausgenommen, da ich Angst hatte, ansonsten die letzten 10 Kilometer nicht mehr schnell genug laufen zu können. Nun tat es auch richtig weh, weiterzulaufen. Aber jetzt war ich schon so weit, eine Zeit zwischen 3:40 und 3:45 war noch gut zu schaffen. Also her mit den positiven Gedanken und durchhalten. Eine wesentliche Temposteigerung schaffte ich jedoch nicht mehr, nur km 42 wurde noch einmal schnell.
Bald war schon einmal kurz die Festhalle in Sicht. Aber direkt durften wir sie nicht anlaufen. Erst einmal waren noch ein paar Kilometer mit Kurven durch die Innenstadt zu bewältigen, bevor man endgültig in die Zielgerade durfte. Immer mehr Läufer hockten erledigt am Straßenrand oder gingen nur noch. Aber es gab auch andere, die noch einmal richtig Gas gaben und die anderen Läufer fast umrannten.
Die Zuschauerdichte am Straßenrand nahm in Richtung Ziel immer mehr zu und damit auch die Anfeuerungsrufe, auch noch das letzte Stück durchzuhalten.
In der Kurve vor dem Einbiegen in Richtung Festhalle bemerkte ich eine größere Gruppe und wunderte mich noch über den Auflauf. Nach meinem Zieleinlauf sah ich dann hinter mir die Gruppe einlaufen: Arne Gabius überquerte kurz nach mir mit seinen Staffelläufern die Ziellinie.
Hinter dem Zieltor brachen alle Emotionen über mir zusammen. Einer der Helfer kam zu mir und meinte, bei der tollen Zeit gäbe es doch keinen Grund für Tränen. Aber die kamen einfach vor Freude, vor Anstrengung, einfach, weil ich es geschafft hatte.

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Statistik von der Marathonseite:
Renninfo
Halb 1 01:48:57
Halb 2 01:55:01

Splits
Split Tageszeit Zeit Diff min/km km/h
5 km 10:31:19 00:25:52 25:52 05:11 11.60
10 km 10:56:34 00:51:08 25:16 05:04 11.88
15 km 11:21:51 01:16:25 25:18 05:04 11.86
20 km 11:48:31 01:43:05 26:40 05:20 11.25
Halb 11:54:23 01:48:57 05:53 05:22 11.20
25 km 12:14:49 02:09:22 20:26 05:14 11.47
30 km 12:42:12 02:36:46 27:24 05:29 10.95
35 km 13:10:32 03:05:05 28:20 05:40 10.59
40 km 13:37:32 03:32:06 27:01 05:25 11.10
Netto 13:49:24 03:43:58 11:52 05:25 11.11

Gesamt
Platz (M/W) 570 von 2472
Platz (AK) 34 von 278
Platz (Gesamt) 4939 von 14961
Platz (AK Deutsche Meisterschaften) 11 von 21
Zielzeit (Netto) 03:43:58
Zielzeit (Brutto) 03:48:24
Total min/km 05:19

25. Herbstlauf in Feudenheim

Langer Lauf mit Endbeschleunigung
Heute starteten wir in Feudenheim beim letzten Lauf des engelhorn cups. Da wir nur noch zwei Wochen Zeit bis zum Frankfurter Marathon haben, konnten wir den langen Lauf nicht sausen lassen. So blieb wieder nur laaange einlaufen und dann Endbeschleunigung beim 10er. Bei wunderbarem Herbstwetter starteten wir mit einer großen Runde von Feudenheim, um den Vogelstanger See nach Seckenheim und zurück nach Feudenheim. Wir schafften aber nur knapp 18 km vor dem Wettkampf.
Dort waren wie immer drei Runden zu laufen, der Weg über die Brücke ist dabei nicht besonders beliebt.
Ich merkte an den vielen Überholenden, dass ich doch schon ein paar Kilometer in den Beinen hatte. Trotzdem versuchte ich, das Anfangstempo durchzuhalten. Es lief gut, mein Plan war, unter 50 min anzukommen. Am Ende konnte ich den sogar unterbieten und schaffte es in 48:26 (4. Ak).
Mit der Startnummer bekamen wir noch jeder zum Jubiläumslauf eine Flasche Wein. Für das Auffüllen der Kalorien nach dem Lauf war natürlich auch gut gesorgt.

Nun sind es nicht mehr viele anstrengenden Trainingseinheiten bis Frankfurt. Ich bin schon gespannt, wie es dort läuft. Wenn alles passt, sollte es mein schnellster Marathon werden.
2016-10-15_feudenheim

Von Lindau nach Bregenz im Laufschrift

3-Länder-Marathon am Bodensee
… und wir beim Viertel-, Halb- bzw. Marathon dabei 🙂
Mit 18 Lauftrefflern stürmten wir Bregenz, um ein tolles Wochenende einschließlich Laufevent zu erleben. Drei Pizzarias brachten wir in der Zeit zum Schwitzen, als wir mit unserer großen Truppe hungrig auftauchten.
Wir kamen dafür dann am Sonntag beim Lauf ins Schwitzen.
Da Start in Lindau war, hatten wir erst noch eine tolle Fahrt mit der Fähre von Bregenz zur Insel. Der Shuttle – wahlweise per Bahn oder Fähre – war mit der Startnummer kostenlos.
Vom Wasser aus konnten wir schon die vielen Läufer sehen und alle Startblocks überblicken. Für die Kleiderbeutel standen Lkws bereit, die dann am Ziel wieder auf uns warteten. Also alles bestens organisiert.
Und dann kam auch noch die Sonne, um uns den ganzen Lauf über zu begleiten. Also 8°C und Sonnenschein – besser kann Laufwetter gar nicht sein.
Bei super Musik hüpften und sprangen wir uns warm. Dann ging es an den Start. Bei Welle 2 war ich dann mit dabei. Ich hatte ein gutes Gefühl, freute mich auf den Lauf und wollte an meine HM-Bestzeit ran.
Wir liefen durch Lindau, dann am Bodensee entlang über Lochau nach Bregenz. Wunderschöne Strecke bei Traumwetter. In Bregenz ging es dann weiter mit einer Schleife durch den Naturpark, über eine Brücke nach Hard und die nächste Brücke wieder zurück. Die zweite Brücke hatte es in sich. Sie schwang mit den Läufern mit. Da ich nicht im gleichen Takt lief, wie die Brücke schwang, bekam ich mit jedem Schritt einen Rückstoß. Ein komisches Gefühl, mir war leicht schwindelig.
Und dann nur noch 5 km zu kämpfen. Starke Seitenstechen bremsten mich nach km 19 kurz aus. Hajo kam angesprintet und wollte mich mitziehen, aber mit unter 4:46 war ich dann am Limit, schneller schaffte ich da nicht mehr.
Die Zeit sah aber noch gut aus und ich genoss den Zieleinlauf im Casino-Stadion.
Zwar keine Bestzeit, aber nahe dran 🙂

2016-10-09_hm-strecke_lindau-bregenz2016-10-09_bregenz_gruppenfoto_bodensee2016-10-09_bregenz_geschafft2016-10-09_urkunde

Start in Mutterstadt – mein 2. Lauf für den engelhorn sports Laufcup

Langer Lauf oder 10er für den Laufcup?
Der Trainingsplan für dieses Wochenende verlangte einen langen Lauf. Andererseits brauchten wir für die Teilnahme am engelhorn Laufcup mindestens 3 Läufe, also Start in Mutterstadt musste sein. Daher verbanden wir einfach beides miteinander. Zunächst Einlaufen von Seggene nach Mutterstadt (ca. 22 km) und danach der 10er.
2016-09-18_langerlaufstrecke7:30 Uhr starteten wir bei ca. 16°C und zunächst noch ohne Regen, also angenehme Laufbedingungen. Unser Lauf führte von Seggene über Pfingstberg zur Fähre über den Rhein nach Altrip, durch die Riedsiedlung, ein Stück durch den Wald und dann eine lange Strecke direkt in Richtung Mutterstadt. Unterwegs begann es bald zu regnen, mit zunehmenden Kilometern immer stärker, was uns allerdings wenig störte.
Unser Zeitplan funktionierte und wir waren rechtzeitig vor dem Start in Mutterstadt.
Bestzeiten konnte es nach 22 km natürlich nicht mehr geben. Aber 50 min wollte ich trotzdem schaffen, trotz doppelt schwerer Bedingungen: schon viele Kilometer in den Beinen, Dauerregen und die dadurch aufgeweichten Wege. Mutterstadt ohne Schlamm scheint es nicht zu geben 😉
Gelaufen wurde zwei Runden durch den Wald auf Waldwegen. Die Herausforderung ist, durch Schlamm oder direkt durch die Pfützen zu springen, ohne auszurutschen. Nass war man ja sowieso schon von oben.
Jeder Läufer hatte so seine eigene Technik. Manche vermieden die Pfützen und versuchten es am Rand, aber dem Schlamm konnte man nicht ausweichen. Andere sprangen mit Begeisterung durch die Pfützen und spritzten gleich alle Läufer ringsherum mit nass. Am Ende dann sahen alle gleich aus: durchgeweichte, verschlammte Schuhe und mit Schlamm verzierte Beine.
Spaß gemacht hat es jedenfalls, die Belohnung danach war die heiße Dusche. Auf die freute sich wohl heute Jeder.
Ach ja, das Ergebnis: 50:33 – also Ziel erreicht 🙂

Golfparklauf in St. Leon Rot

Halbmarathon bei Hitze
Nach dem Urlaub ist sie wieder da, die Lust am Laufen. Ein bisschen Erholung vorher hatte gut getan. Aber dann kamen die wunderschönen Bergläufe im Urlaub und das Motivationsparometer ging wieder nach oben 🙂 Nun spielen wir mit dem Gedanken, doch noch einen Marathon zu laufen und in Frankfurt zu starten. Das heißt also, wieder ein paar Kilometer mehr trainieren. Der Halbmarathon in Rot kam mir da sehr gelegen und so meldete ich mich kurzfristig noch an.
Gestartet wurde zusammen mit den 10ern, wir durften aber noch eine zweite Runde anhängen. Die Strecke ist durchgängig asphaltiert, führt aus dem Ort hinaus, zum Teil durch Feld, teils Wald und durch den Golfpark.
Bereits beim Start 9:45 Uhr war es zu warm, das hieß also, mit den Kräften haushalten und für mich 3 Getränkestopps unterwegs.
Bis km 13 lief ich mein geplantes Tempo, dann war aber die Luft raus. Die Wärme war anstrengend und ich hatte immer wieder Seitenstechen. Unter 5er Pace wie im ersten Teil schaffte ich dann nicht mehr.
Zum Glück gab es gelegentliche Aufmunterung. Zwar waren an der Strecke nur wenig Zuschauer, die gaben sich aber alle Mühe – wie auch die Helfer – uns erfolgreich zu motivieren.
Ziel war auf dem Sportplatz, nach 300 m auf einer blauen Tartanbahn. Ich war nach 1:48:23 froh, durchgehalten zu haben. Arne vom Lauftreff war schneller als ich und bereits im Ziel. Gerhard hatte es vorgezogen, als langen Lauf die ca. 30 km von zu Haus nach St Leon Rot zu laufen und war ebenfalls schon da.
Da auch andere bei der Wärme langsamer gelaufen waren, reichte die Zeit trotzdem noch für einen 3. Platz in meiner Altersklasse. Ich konnte mich über eine Tüte voller Obst freuen 🙂
Total erledigt:

2016-09-11_stleonrot_geschafft
2016-09-11_stleonrot_siegerehrung

Test mit Tune von Kinematix

Auf der ISPO im Januar wurden von der jungen Firma Kinematix aus Portugal Einlegesohlen mit Sensoren für Läufer vorgestellt. Diese sollen den Laufstil umfassend analysieren. Anhand der Auswertung sollen evtl. Fehler aufgedeckt, gezielte Übungen vorgeschlagen und damit Verletzungen vorgebeugt werden. Auch soll es Vorschläge für Trainingspläne geben.

Nun ist das Paket bei uns eingetroffen.
Der Start ist erst einmal unkompliziert:
Die Einlegesohlen werden UNTER die Sohlen im Laufschuh gelegt, die Halterung für die Sender am Rand angeknipst, die Sender daran befestigt – und der Schuh ist bereit.
tune

Danach installiert man die Tune-App, ergänzt die persönlichen Daten und schon kann es mit dem Training losgehen.
tune_startseite
Neben der Streckenaufzeichnung, Kilometer, Pace und Zeit werden gemessen:
– Anzahl der Schritte pro Minute
– Messung der durchschnittlichen Bodenkontaktzeit jedes Fußes in ms (je kürzer der Bodenkontakt, um so effizienter)
– Messung des Fersenkontaktes im Vergleich zum restlichen Fuß mit dem Boden
– Messung des prozentualen Anteils der Schritte mit Fersenkontakt als erstes und Differenz zwischen linkem und rechtem Fuß

Das offizielle TUNE Launch Event wird am 27. Oktober stattfinden. Mehr Infos darüber soll es bald geben …
Am 30. September enden die TUNE Pre-Reservierungen, so dass interessierte Läufer, die von den TUNE Freebies profitieren wollen, jetzt reservieren müssen.

Hier geht es zur website: Kinematix TUNE
Kinematix Shop

Und so sieht es nach dem Training aus. Erläuterungen kann man sich anzeigen lassen.
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Start beim 32. Rheinauer Straßenlauf

2. Lauf im Rahmen des engelhorn sports Mizuno Laufcups

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Hier die nächsten Termine:

Sonntag, 18.09.2016
21. Mutterstadter Volkslauf: www.ltc-mutterstadt.de

Samstag, 08.10.2016
36. Maxdorfer Gemüselauf: www.tsg-maxdorf.de

Samstag, 15.10.2016
25. Feudenheimer Herbstlauf: www.djk-feudenheim.de

Mittwoch, 26.10.2016
engelhorn sports Mizuno Laufcup Siegerehrung

Kärnten läuft – HM am Wörthersee

Vom 19.-21. AUGUST 2016 hieß es hier KÄRNTEN LÄUFT. Wir hatten uns für den KLEINE ZEITUNG WÖRTHERSEE HALBMARATHON angemeldet. Der Streckenverlauf ist besonders reizvoll – die volle Distanz am Wörthersee entlang mit Start in Velden und Ziel Klagenfurt.2016-08-21_HM Wörthersee
Die Wetteraussichten blieben bis zuletzt spannend. Nach einer durchregneten Nacht entschloss sich kurz vor dem Start um 9 Uhr die Sonne, uns beim Lauf zu begleiten. Sonne im Urlaub ist zwar toll, aber heute erschwerte es uns das Laufen mit der dadurch extrem schwülen Luft.

Zunächst hieß es aber für uns noch Warten auf den Start unseres Blockes. Der Moderator heizte aber so die Stimmung an, dass man die Wartezeit gar nicht bemerkte. Und schon waren auch wir auf der Strecke. Zunächst war ich gut unterwegs und mein Ziel unter 1:45 noch realistisch.
Neben der sowieso schon wunderschönen Strecke gab es noch Abwechslung durch einen Männerchor, Eishockeyspieler mit Anfeuerung durch deren Stöcke, Cheerleader, Sambaband und begeisterte Zuschauer.
Durch den Blockstart waren die Läufer auf der Strecke gut verteilt, es gab kein Gedränge. Mir kam das sehr entgegen. Trotzdem konnte ich das Tempo nur bis etwa km 13 halten. Die Beine wurden immer schwerer und die schwüle Luft sorgte für zusätzliche Schwierigkeiten. Naja, so richtig im Training war ich ja auch noch nicht. Das ist natürlich zu merken, auch wenn man das manchmal nicht wahrhaben will. Und während es andere schafften, beim Laufen zu trinken, musste ich erst ein Stück gehen, um überhaupt schlucken zu können. Auch immer wieder verblüffend, wie andere fröhlich schwatzend laufen, während ich mit der Luft kämpfe. Der Hammer kam bei km 17 – eine Frau überholte mich singend!! Mir dagegen fiel es ziemlich schwer, nicht einfach weiter zu gehen. Die angestrebte Zeit war sowieso nicht mehr zu schaffen. Aber bei einem HM gehen, nee, kämpfen gehört ja dazu. Also Kampf bis zum Zielhügel, Durchlauf nach 1:50:40. Und egal in welcher Zeit, wenn man sich durchgekämpft hat, kommt immer die Freude.
Der eigentliche Höhepunkt und Belohnung erwartete uns jetzt: Sprung in den Wörthersee. Mit der Startnummer gab es freien Eintritt in das Strandbad. Und das wurde von den meisten gern angenommen. Die Abkühlung tat wahnsinnig gut, glücklich saßen wir wie viele andere danach am Steg und ließen die Anstrengung von uns abfallen.

Zeit schnellster Läufer: 01:00:47
1949 Finisher bei den Männern
Zeit schnellste Läuferin: 01:12:24
686 Finisher bei den Frauen
Mein Ergebnis: 7. Frau von 64 in der Ak W50, 119. Frau, 1144. Gesamt
2016-08-21_Kärnten läuft HM Strecke